Smartphone-Nutzer vernachlaessigen IT-Sicherheit

2016-11-08 09:28:00
 
Smartphone-Nutzer vernachlaessigen IT-Sicherheit
Besitzer von Smartphones und Tablets machen es Hackern allzu leicht. Jeder Fuenfte setzt sein Mobilgeraet ohne jegliche Sicherheitsfunktion ein. Selbst grundlegender Schutz wie Updates werden ignoriert.

Behoerden schlagen Alarm, weil immer noch eine hohe Zahl von Smartphone- und Tabletnutzer ohne IT-Schutz ihre Geraete verwendet. Laut einer Umfrage des BSI betreibt jeder Fuenfte sein Smartphone ohne jegliche Sicherheitsfunktion. Das meist genutzte Geraet der Deutschen ist demnach ohne IT-Schutz. Von den rund 44 Millionen Smartphone-Nutzern allein in Deutschland duerften demnach neun Millionen erhebliche Risiken in Kauf nehmen. Denn auf den Geraeten werden private, oft sensible Daten wie Bilder, Videos, Kontaktdaten, Passwoerter sowie persoenliche Informationen etwa zur eigenen Gesundheit gespeichert. Daten, die fuer Hacker durchaus von Interesse sind.

Mehr als die Haelfte der Befragten fuehrt ausserdem keine Aktualisierung der installierten Software auf Mobilgeraeten durch. Obwohl Experten immer wieder raten, stets aktuelle Updates des mobilen Betriebssystems durchzufuehren, um bekannte Sicherheitsluecken zu schliessen. "Obwohl Smartphones bezueglich der Funktionen und Einsatzmoeglichkeiten Computer im Hosentaschenformat sind, haben sich erforderliche Schutzmassnahmen hier noch nicht so etabliert wie bei heimischen PCs", sagt Arne Schoenbohm, Praesident des Bundesamts fuer Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Das BSI empfiehlt Smartphone-Nutzern, einige einfache Sicherheitsempfehlungen konsequent zu befolgen. Dazu gehoeren die regelmaessige und zeitnahe Aktualisierung von Betriebssystem und Programmen, um Sicherheitsluecken zu schliessen, sowie das Sperren des Geraets und einzelner Anwendungen mittels Passwort oder Code, beispielsweise per PIN, Fingerabdruck oder Wischmuster. WLAN-, Bluetooth- und NFC-Schnittstellen sollten nur bei Gebrauch aktiviert und Apps nur aus vertrauenswuerdigen Quellen wie den offiziellen Appstores heruntergeladen werden. Zudem sollte bei der Installation von Apps kritisch ueberprueft werden, ob die eingeforderten Zugriffsrechte erforderlich fuer deren Funktionalitaet sind.

Wie beim PC sollten Nutzer auch Smartphones und Tablets durch mobile Antivirensoftware schuetzen. Die Programme sind oft im Bundle mit Lizenzen fuer mehrere verschiedene Geraete guenstig im Downloadbezug erhaeltlich.

Bildquelle: E-PLUS

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