Trickbetrug über Whatsapp

Wer Messenger-Nachrichten erhält mit der Aufforderung Geld zu überweisen, sollte sehr misstrauisch werden. Betrüger allein in Mecklenburg-Vorpommern haben in fünf Fällen rund 14.000 Euro erbeutet.

Anfrufe von falschen Microsoft-Mitarbeitern, die sich Remote-Zugang zu den PCs ihrer Opfer verschaffen, registriert die Polizei nahezu täglich. Erst vor kurzem gelang es Betrügern, eine 65 Jahre alte Frau aus dem Landkreis Ostallgäu um die Rekordsumme von 36.000 Euro zu erleichern. Mit einer "geschickten Gesprächsführung" überredeten sie die Seniorin zur Herausgabe ihrer Kontodaten, berichtet die Polizei im Kempten. Relativ neu ist die Masche, dass Trickbetrüger verstärkt per Whatsapp ahnungslose Bürger anschreiben. Sie geben vor Kinder oder Enkel zu sein, ihr Handy sei defekt oder wäre verloren gegangen und man daher jetzt unter einer neuen Mobilfunknummer zu erreichen wären. Die nächsten Posts werden dann konkret: Man solle Geld überweisen, da mit dem neuen Handy noch kein Online-Banking möglich wäre und man aktuell völlig mittellos dastehe.

Andere Maschen: Man habe eine Erbschaft zu erwarten oder einen Lotterie-Gewinn, müsse aber erst einmal Gebühren bezahlen. Gesundes Misstrauen herrscht nicht bei allen Empfängern solcher Whatsapp-Nachrichten vor. Beim Landeskriminalamt von Mecklenburg-Vorpommern liegen fünf solcher Fälle vor, bei denen die Opfer tatsächlich Geld gezahlt haben. Insgesamt rund 14.000 Euro, die wohl für immer verloren sind.

Die Polizei rät bei solchen Messenger-Nachrichten grundsätzlich zur Vorsicht. Man solle die neue Nummer nicht in den Kontakten speichern und den vermeintlichen Adressaten unter der alten Nummer anrufen und sich vergewissern.

Bildquelle: Wikipedia

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