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Mit Gast-Wlan das eigene Netzwerk schützen

Ein mit Malware verseuchtes Smartphone eines Besuchers oder eine allzu neugierige App des Saugroboters aus China will niemand Zugang zu seinem Heimnetzwerk gewähren. Besser man trennt solche Geräte im Router.

Rasenmäher, smarte LED-Beleuchtung, Internet-Fernseher oder Staubsaugerroboter: Immer mehr Hausgeräte lassen sich per App und Smartphone steuern. Das ist praktisch und setzt noch nicht einmal viel technisches Verständnis beim Einrichten voraus. Diese IoT-Geräte (Internet of Things) werden bequem in der App mit dem heimischen Router vernetzt und sind nach Eingabe des korrekten Netzwerkpassworts dauerhaft mit dem Internet verbunden. So können die Geräte nicht nur per Smartphone gesteuert werden. Sie erhalten bei Bedarf auch das neueste Firmware-Update. So weit, so praktisch.

Allerdings, und das ist die Schattenseite eines Smart Home: Damit steigt auch das Risiko potenzieller Angriffe von Hackern auf das Heimnetzwerk.

Aktuelles Beispiel: Die gravierende Sicherheitslücke bei der Lichtsteuerung von Philips Hue. Ausgerechnet das LED-Beleuchtungskonzept eines Weltmarktführers bot Hackern eine Gelegenheit, sich mit einer manipulierten smarten LED-Leuchte Zugang zum Heimnetzwerk zu verschaffen und dort zum Beispiel einen Verschlüsselungstrojaner zu platzieren, um von Nutzer Lösegeld zu erpressen. Der IT-Sicherheitsanbieter Checkpoint hatte die Lücke aufgedeckt, Philips hat sie mittlerweile per Firmware-Update geschlossen. Aus diesem Grund empfehlen Sicherheitsexperten, den heimischen Netzwerkverkehr über den Router in zwei Zugangspunkte aufzuteilen. Eigene Geräte mit Speichern wie PCs, Smartphones oder die NAS, auf denen private und sensible Dateien liegen, sollten im lokalen Netzwerk verbunden sein. Alle anderen internetfähigen Geräte werden über den separaten Gast-Zugang vernetzt.

Ein getrennter Netzwerkverkehr senkt das Risiko, dass Hacker über unsichere IoT-Geräte Zugang zu privaten Daten wie Fotos Videos oder Dokumente erhalten. Auch Freunde, die zu Besuch kommen und Wlan-Zugang wünschen, können sich dann über das Gast-SSID einwählen.

Die Einrichtung eines Gast-Zugangs ist bei den meisten Routern recht einfach. Bei einer Fritzbox zum Beispiel ist das nach wenigen Klicks erledigt. Man vergibt für das SSID (Service Set Identifier) einen eigenen Namen, der dann in der Wlan-Suche des zu verbindenden Clients auftaucht, wählt dafür ein eigenes Passwort und kann mit diesem Code jedem Computer einen solchen Gast-Zugang zuweisen. So bleiben die eigenen lokalen Geräte geschützt.

WLAN Gastzugang einrichten - kurz & smart / EWE Smartgeber

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