Über 3 Millionen unsichere Windows-PCs in deutschen Haushalten

Für Windows 7 und bald auch Windows 8.1. stellt Microsoft keine Sicherheits-Updates zur Verfügung. Dennoch sind über drei Millionen Computer allein in Deutschland mit diesem veralteten Betriebssystem im Einsatz. Cyberkriminelle nutzen die Sorglosigkeit aus.

Altbekannte Masche, aber im aktuellen Gewand, berichtete die Kreispolizei in Borken schon vor zwei Jahren: So liest man, dass Betrüger das Betriebssystem Windows 7 auf dem Rechner eines Nutzers zum Anlass bekommen haben, einem Mann aus Verlen am Telefon ein vermeintliches Update einer sicheren Windows-Variante anzudrehen. Den "Service" ließen sie sich mit einem niedrigen vierstelligen Betrag bezahlen, einen geschützten Rechner hatte das Opfer nach der Bezahlung natürlich nicht. Es hätte freilich schlimmer können, wenn die Kriminellen Spionagesoftware auf dem PC installiert und Daten für das Online-Banking abgegriffen hätten. Die Masche mit den falschen Microsoft-Mitarbeitern am Telefon funktioniert aber immer noch. Fast jeden Tag fallen Computer-Nutzer darauf herein.

Denn allein in Deutschland werden laut dem IT-Sicherheitsunternehmen Eset über drei Millionen Computer mit den Microsoft-Betriebssystemversionen Windows 7 (2,7 Millionen PCs) und Windows 8.1 (200.000 PCs) genutzt, und sogar Windows XP ist noch auf 150.000 Rechnern installiert. Für XP und Windows 7 stellt Microsoft keine Sicherheits-Updates mehr zur Verfügung. Am 10. Januar 2023 endet auch der erweiterte, kostenpflichtige Support für Windows 8.1. Sicherheitslücken für diese veralteten Versionen werden dann nicht mehr geschlossen und von Cyberkriminellen ausgenutzt. Wenn Sie weiterhin eine ältere Windows Version nutzen möchten, sollten Sie die Internet Verbindung trennen. Bei uns können Sie Windows 10 oder Windows 11 günstig kaufen.

Von den zirka 48 Millionen Computern in deutschen Haushalten seien laut Eset vier von fünf PCs Windows-Rechner, Apple-Computer machen einen Anteil von 17 Prozent aus, zwei Prozent aller PC-Nutzer setzen Varianten von Linux ein.

Der hohe Anteil unsicherer Windows-Rechner könnte der Pandemie geschuldet sein. Im Lockdown haben offenbar viele Haushalte alte Rechner wieder in Betrieb genommen, das Betriebssystem aber nicht erneuert. Dazu raten IT-Sicherheitsexperten.

Wer übrigens kostenbewusst ist kauft ein generalüberholten Computern mit Windows 10. Das spart Geld und man ist mit einem Antivirus-Programm bestmöglich vor Internetbedrohungen geschützt.

Bildquelle: Microsoft

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