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Versteckte Kamera im Airbnb-Quartier

Spionagekameras so klein wie ein Stecknadelkopf können Übernachtungsgäste filmen. In Südkorea wurden so 1.600 Hotelgäste heimlich gefilmt. Aber auch in Privatquartieren, zum Beispiel über Airbnb vermittelt, können Kamerawanzen vorkommen. Wie man sie entdeckt.

Es gibt offenbar einen Markt für Voyeure, die sich an Streams von heimlich aufgenommenen Hotelgästen erfreuen und dafür sogar Geld zahlen. Im März dieses Jahres flogen in Südkorea zwei Männer auf, die in 30 Hotels Minikameras installiert hatten, rund 1.600 Personen heimlich filmten und die Videos in einem Streaming-Portal Abokunden anboten. Versteckt waren die Kameras unter anderem in Badezimmer-Föhns oder Steckdosenabdeckungen. Die illegale Verbreitung von mit versteckten Kameras aufgenommenen Videos löste in Südkorea öffentliche Proteste aus.

Das Problem ist auch Übernachtungsportalen wie Airbnb und anderen seit längerem bekannt. Vermietern ist es untersagt, ihre Gäste heimlich zu filmen, dennoch kommt das Ausspionieren und die gravierende Verletzung der Privatheit immer wieder vor. Das Techportal Golem hat unlängst das Thema wieder aufgegriffen und lässt einen Privatdetektiven zu Wort kommen.

Dieser gibt Tipps, wie man Inneneinrichtungen auf verdächtige Platzierungen von Gegenständen hin untersuchen sollte. Rauchmelder, Wecker, Uhren, USB-Ladestecker oder Bereiche rund um den Fernseher, Schlaf- oder Badezimmer sind potenziell als Verstecke für Kameras geeignet. Aber auch in Bücherrücken, Radios, Bildern und Bilderrahmen oder hinter Spiegeln könnten Minikameras stecken. Vorsicht ist geboten, wenn Steckdosen ungewöhnlich hoch platziert sind: In den Löchern für die Steckerstifte könnte eine winzige Kamera stecken. Auch Glühbirnen mit WiFi-Überwachungskamera gibt es mittlerweile für rund 50 Euro im Internet, auch sie kommen in Privathaushalten immer wieder zum Einsatz.

Was können Übernachtungsgäste zu ihrem Schutz der Privatsphäre tun? Klar, es gibt technische Hilfsmittel wie einen Linsenfinder, der einen roten Laserstrahl aussendet und stark reflektiert, wenn er auf eine Kameralinse fällt. Doch nicht jeder kann und will das rund 600 Euro teure Gerät mit sich führen. Einfacher und billiger ist es, einen Netzwerkscan durchzuführen. Meist bekommt man vom Vermieter das Wlan-Passwort, und mit Hilfe der App Network Scanner First Row kann man sich im Netzwerk alle lokalen IP-Adressen samt Herstellernamen anzeigen lassen.

Eine so identifizierte Kamera kann natürlich auch in der Nachbarwohnung stehen, aber immerhin ist ein solcher Scan und ein wachsamer Blick besser als gar keine Überprüfung.

Youtube-Video: Wenn du dies in einer öffentlichen Toilette siehst, verschwinde sofort und alarmiere 112 (Sonnenseite) Bildquelle: Sonnenseite / Youtube

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