Teure DSL-Vertrag: Telekom-Kunden zahlen 45 Prozent mehr

30 Euro oder mehr: Wer monatlich so viel für seinen Internet- und Telefonanschluss bezahlt, zahlt zu viel, meint das Ratgeberportal Finanztip. Doch trotz Internetvergleich ist es gar nicht so leicht, die tatsächlichen DSL-Kosten zu ermitteln.

Knapp 90 Prozent aller Haushalte in Deutschland haben einen Internetanschluss, so das Statistische Bundesamt. Fast 40 Prozent der Verbraucher sind Kunden bei der Deutschen Telekom - und zahlen deshalb wahrscheinlich drauf, meint der gemeinnützige Verbraucher-Ratgeber Finanztip. Die Tarife der Telekom seien bis zu 45 Prozent teurer sind als ein vergleichbarer Tarif beim günstigsten Anbieter, sagt Finanztip.

Ein aktueller Tarifvergleich der zehn führenden DSL- und Kabelanbieter von Finanztip zeige, dass Telekom-Kunden deutlich mehr als 100 Euro im Jahr sparen können, wenn sie zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Als Faustregel gelte: Wer mehr als 30 Euro im Monat für Festnetz und Internet zahlt, sollte einen Anbieterwechsel prüfen, meint Daniel Pöhler, Telekommunikationsexperte bei Finanztip.

Doch den tatsächlichen Preis für einen Tarif zu erkennen, sei gar nicht so einfach: "Bei vielen Tarifen verstecken die Anbieter Zusatzkosten im Kleingedruckten", erklärt Pöhler. "Die Miete für den Router oder Regional-Zuschläge werden gerne verschleiert, während die Anbieter zeitlich begrenzte Neukundenrabatte mit der monatlichen Grundgebühr vermischen. Das sieht in der Werbung besser aus, verwirrt die Verbraucher aber nur."

Die Internetanbieter werben oft mit immer schnelleren Download-Geschwindigkeiten. "Lassen Sie sich davon nicht locken!", warnt Pöhler. "Schätzen Sie realistisch ein, wie schnell Ihr Download-Tempo tatsächlich sein muss." Für Normalnutzer reiche ein Tarif mit 16 Mbit/s völlig aus.
Bildquelle: Deutsche Telekom

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