Augen auf beim SSD Kauf

Die Flash-Technologie ist zwar auf dem Vormarsch. Doch in Puncto Schnelligkeit gibt es enorme Unterschiede.

Seit die Preise für Solid State Drives (SSD)deutlich gefallen sind, werden die Flash-Speicher, in Smartphone und Tablets Standard, zunehmend auch in Notebooks verbaut oder kommen als externe Speichermedien zum Einsatz. Die größten Vorteile der SSDs gegenüber mechanischen Hard-Drives: Der geringe Stromverbrauch und die deutlich schnellere Geschwindigkeit beim Datenzugriff. Doch gerade letztere Eigenschaft sollten Verbraucher kritisch hinterfragen und die SSDs verschiedener Hersteller genau unter die Lupe nehmen. Die Zeitschrift Computerbild hat nämlich enorme Tempounterschiede zwischen SSDs festgestellt.

Getestet wurden 32 SSD-Laufwerke, das Fazit: Der Flash-Speicher des Testsiegers schreibt Daten mehr als dreimal so schnell wie der Letztplatzierte. Die besten Plätze in allen drei getesteten Speichergrößen (128, 256 und 512 Gigabyte) belegten SSDs der Q Serie Pro von Hersteller Toshiba. Zum Vergleich: Die 128-Gigabyte-Version des Testsiegers schreibt Daten mit rund 518 Megabyte pro Sekunde. Das Laufwerk des letztplatzierten ADATA SP600 schafft laut Computerbild lediglich rund 152 Megabyte pro Sekunde.

Während eine herkömmliche Festplatte Daten auf Magnetscheiben speichert, sichert eine SSD diese auf Chips. Das macht sie weniger empfindlich, lässt sie lautlos und vor allem deutlich schneller arbeiten. So sind SSDs gut doppelt so schnell wie die flottesten Festplatten im 3,5-Zoll-Format und etwa vier- bis fünfmal flotter als eine Notebook-Platte im 2,5-Zoll-Format. In der Praxis macht sich das durch schnelleres Starten, Arbeiten und schnelleren Datenzugriff bemerkbar.

In Notebooks lassen sich konventionelle Festplatten laut Computerbild leicht durch SSDs gleicher Kapazität ersetzen. Beim Einbau von Flash-Speichern in PCs müssen in der Regel Datenkabel, Stromadapter, Halterung und Schrauben für die Befestigung der SSD vorhanden sein und zudem Spezialsoftware beiliegen, wenn ein Nutzer Betriebssystem und Programme nicht extra auf der SSD installieren möchte. Nutzer, die ihre Desktops auf SSD umrüsten wollen, sollten vor dem Kauf darauf achten, ob die Hersteller solches Zubehör mit anbieten. Einen großen Nachteil gegenüber Hard-Drives haben SSDs vor allem dann, wenn der Flashspeicher defekt ist und Nutzer zuvor keine Datensicherung durchgeführt haben. Denn die Datenrettung bei SSDs ist erheblich aufwändiger und damit teurer. Oft ist sie nicht einmal möglich. Zudem: Erfahrungen über die Lebensdauer der noch jungen SSDs gibt es nicht.

Bildquelle: Sandisk

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