Sparen mit Druckertinte von Fremdanbietern

Bis zu 90 Prozent sparen Nutzer von Tintenstrahldruckern, wenn sie Patronen von Fremdherstellern kaufen. Aber nicht bei jedem Hersteller funktioniert das gleich gut.

Hersteller von Tintenstrahldruckern verdienen ihr Geld hauptsächlich mit Tintenpatronen. Daher empfehlen alle Hersteller ihren Kunden, immer die Originalpatronen zu verwenden, um so beste Druckqualität zu erreichen und eine einwandfreie Funktion des Druckers sicher zu stellen. Doch Originalverbrauchsmaterialien sind im Vergleich zu Patronen von Fremdherstellern sehr teuer. Oft kosten sie doppelt so viel oder mehr. Doch rechtfertigt der hohe Preis auch die von Herstellern immer wieder betonten Qualitätsunterschiede? Die Stiftung Warentest hat 21 Tintenpatronensets von Fremdherstellern für verschiedene Tintenstrahldrucker unter die Lupe genommen und kommt zu dem Fazit: Die Fremdtinten kommen teilweise erfreulich nahe an die Qualität der Originale und bringen Nutzern eine Ersparnis von bis zu 90 Prozent.

Allerdings gibt es bei der Verwendung von Fremdtinte große Unterschiede zwischen einzelnen Druckerherstellern. Brother zeigt sich am verbraucherfreundlichsten: Beim Einsetzen einer Fremdpatrone wird kein Warnhinweis auf etwaige Fehler wie leerer Tintenstand angezeigt. Das kommt nämlich bei anderen Herstellern vor, die ihre Farbtanks mit speziellen Chips ausstatten, die dem Tintenstrahldrucker signalisieren, dass die Patrone ein Original ist. Fehlt ein solcher Chip in der Patrone eines Drittherstellers, kann es zu nervigen Fehlermeldungen kommen. Drucken können Nutzer dennoch.

Deutlich weniger sparen Kunden mit Refill-Patronen bei Canon und HP. Denn diese beiden Hersteller haben in ihren Patronen einen Druckkopf integriert und schützen ihre Tintentanks mit Patenten gegen einen Nachbau. Refill-Anbieter nehmen daher leere Originalpatronen und füllen sie wieder auf. Die Drucker von Canon und HP reagierten beim Einsetzen der aufgefüllten Patronen stets mit Fehlermeldungen und falschen Tintenstandanzeigen. Enttäuschungen gibt es laut Stiftung Warentest besonders bei Fotoausdrucken, die bei weitem nicht an die Qualität der Originaltinte heranreichen.

Bildquelle: Brother

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