DSL-Provider liefern weniger als bestellt

Wer DSL 16.000 bestellt, bekommt mit Glück eine 12.000-Leitung. Nur einer von fünf DSL-Nutzern kann mit der tatsächlich bestellten Leistung surfen.

Die Bundesnetzagentur kritisiert DSL-Provider. Laut einer Untersuchung schummeln die Carrier bei der Bereitstellung von Datenübertragungsraten. Dem Ministerium liegt eine Studie zur Messung der Qualität von Breitbandanschlüssen vor, die aufgrund zahlreicher Verbraucherbeschwerden über die Nichteinhaltung zugesagter Bandbreiten erstellt wurde. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass Provider die vertraglich zugesicherten Maximalbandbreiten häufig und regelmäßig unterschreiten. Demnach habe nur jeder fünfte Endkunde die vertraglich vereinbarte Bandbreite ("bis zu"-) auch tatsächlich gemessen.Knapp 70 Prozent erreichten nur die Hälfte der versprochenen Bandbreite.

Das Ergebnis der Studie zeigt deutliche Qualitätsdefizite. Bei der bundesweiten Messkampagne konnten die Internetnutzer über die Initiative-netzqualitaet.de die tatsächliche Geschwindigkeit ihres Anschlusses messen. Das Bundeswirtschaftsministerium fordert die Provider nun auf, die Versorgung ihrer DSL-Kunden zu verbessern oder zumindest im Vertrag deutlich zu machen, welche Bandbreiten tatsächlich erreicht werden können.

Internetnutzer können leicht selbst überprüfen, mit welcher Bandbreite sie gerade im Internet surfen. Viele Router wie beispielsweise die Fritzbox von AVM zeichnen die DSL-Geschwindigkeit laufend auf. Nutzer erhalten so eine Statistik zu den Übertragungsraten. Im Internet kann die aktuelle DSL-Geschwindigkeit mit einem Speed-Test beispielsweise von Computerbild überprüft werden.

Bildquelle: Wandersmann / Pixelio.de

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