Warum es Youtube nächstes Jahr nicht mehr gibt

2019-02-22 09:36:00
 
Warum es Youtube nächstes Jahr nicht mehr gibt
Dieser Satz hat es in sich! Denn das von der EU geplante Urheberrecht könnte dazu führen, dass Tausende junger Menschen ihre Stars in den Sozialen Medien nicht mehr sehen könnten, wenn die Plattformen für Inhalte bestraft werden können, die gegen das Urheberrecht verstoßen.

Youtube und andere Sozialen Kanäle wird es natürlich weiter geben, aber sie könnten schon bald ganz anders aussehen, wenn die EU die Reform des Urheberrechts beschließt. Dann wird es vielleicht nur noch kommerzielle Inhalte großer Verlage oder Musikkonzerne geben, aber nur noch wenige Inhalte von jungen Youtubern oder Amateuren, die einfach Spaß daran haben, Videos zu drehen und auf Sozialen Medien zu verbreiten. Internet ist für alle da, dieser Satz könnte dann Geschichte sein.

Es geht um das Urheberrecht an Inhalten. Im Prinzip eine gute Sache, wenn die Werke von Künstlern geschützt und sie prinzipiell davor bewahrt werden sollen, dass ihre Inhalte kommerziell von anderen ausgeschlachtet werden, der Urheber aber leer ausgeht. Doch wie soll dieser Schutz von Leistungsrechten der Künstler nach den neuen Plänen der EU konkret aussehen? Dreht ein Youtuber ein Video mit der Hintergrundmusik eines bekannten Songs, könnte das schon ein Verstoß gegen Urheberrechte sein. Nach den neuen Plänen der EU würde dann der Plattformbetreiber haften, auf dem das entsprechende Video hochgeladen wird.

Daher ist zu befürchten, dass Youtube und andere Soziale Plattformen verpflichtet werden, schon beim Hochladen des Videos eine Urheberrechtsverletzung zu erkennen und das Video zu sperren. Experten befürchten, dass dann Uploadfilter zum Einsatz kommen, die eher sehr streng eingestellt sind und im Zweifel den Upload unterbinden. Bisher ist es so, dass Dritte der Plattform eine Verletzung von Urheberrechten melden können und diese dann verpflichtet sind, das Video zeitnah zu sperrt.

Kritiker der geplanten neuen EU-Regelung sehen solche Uploadfilter als den Anfang vom Ende der Meinungsfreiheit oder gar der Demokratie. Das Wesen des Internets ist eine freie, für jeden zugängliche Kommunikation, die in freien Staaten durch keine Zensur unterbunden werden darf. Genau das befürchten aber 4,7 Millionen meist junge Menschen, die sich der Initiative Petition gegen die EU-Urheberrechtsreform angeschlossen haben. Die Initiatoren haben Bundesjustizministerin Katarina Barley kürzlich zehn große Kisten mit den darin enthaltenen Unterschriftslisten übergeben und fordern die Ministerin auf, die Urheberrechtsreform zu stoppen.

Die Kritiker haben in einem vorbildlichen Video die Folgen der komplexen Rechtssituation dargestellt. Schon der Titel des Videos, obwohl inhaltlich natürlich nicht ganz korrekt, macht den digital Natives bewusst, was auf die mit dem Internet groß gewordene Generation zukommen könnte: "Warum es Youtube nächstes Jahr nicht mehr gibt".



Bildquelle: Youtube-Channel: Wissenswert (Difabachew & Härlen GbR)

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