Auslands-SIM schützt vor hohen Roaming-Kosten

Roaming-Gebühren innerhalb der EU sind bald Geschichte, doch außerhalb der EU können Mobilfunknutzer böse Ueberraschungen erleben - wenn sie nicht vorsorgen.

Der Wegfall der Roaming-Gebühren macht Mobiltelefonate und Surfen im Internet für deutsche Handynutzer in den EU-Ländern günstiger. Außerhalb der EU aber besteht immer noch die Gefahr, dass hohe Gebühren fällig werden. Ueber 12.000 Euro zahlt so ein Musterkunde, wenn er in den USA mit einem deutschen Handytarif einen Monat lang telefoniert und mobile Daten empfängt oder sendet, rechnen Verbraucherschützer vor. "Für Reisen ins außereuropäische Ausland sind deutsche Handytarife nicht gemacht", sagt Daniel Pöhler, Experte für Mobilfunktarife bei Finanztip. Hätte der Musterkunde eine SIM-Karte eines speziellen US-Anbieters genommen, wäre seine Rechnung in Höhe von rund 30 Euro im Rahmen geblieben.

Da Mobilfunkanbieter in aller Regel eine Warnung aussprechen, sobald die Kosten für die Handynutzung im Ausland die 60-Euro-Grenze erreicht haben, ist das Eingangsbeispiel etwas drastisch. Es zeigt aber: Außerhalb der EU sollten sich Handynutzer vor der Reise absichern, indem sie SIM-Karten von solchen TK-Händlern einsetzen, die im Zielland tätig sind. Die Finanztip-Experten haben sich die Preise für 6 beliebte Reiseländer der Deutschen angeschaut: USA, Australien, Thailand, Südafrika, Schweiz und China.

In der Untersuchung lieferten Holidayphone und Travsim die günstigsten Preise. "Die günstigsten Karten waren explizit auf ein spezielles Land zugeschnitten", erklärt Pöhler. Sogenannte World-SIMs, die für zahlreiche Länder gelten sollen, waren hingegen eher teuer. Wer aber in mehreren Ländern unterwegs ist, die SIM-Karte nicht wechseln möchte und nur sporadisch das Smartphone nutzt, kann sich die Welt-SIM der Lufthansa anschauen. In der Finanztip-Stichprobe war diese zwar nie die günstigste für ein Land, schnitt aber unter den Welt-SIM-Karten noch am besten ab.

Die Auslands-SIM-Karte können sich Urlauber noch vor Abreise nach Hause liefern lassen. Weiterer Vorteil: Die Prepaid-Karte bietet eine gute Kostenkontrolle. Denn nur Geld, das man vorher aufgeladen hat, kann man im Ausland vertelefonieren. Ist das Guthaben aufgebraucht, lässt sich das Handy nicht mehr benutzen. Die Auslands-SIM lohnt sich bereits, wenn das Smartphone wenige Tagen außerhalb der Europäischen Union genutzt wird.

Bildquelle: E-Plus

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