Falt-Handy von Samsung übersteht Härtetest

2.100 Euro kostet Galaxy Fold 5G - das weltweit erste Falt-Handy von Samsung. Nach anfänglichen Display-Problemen scheint Samsung die Qualitätsmängel behoben zu haben.

Eigentlich sollte Galaxy Fold bereits im April dieses Jahres in den Handel kommen, doch Samsung verschob den Verkausfsstart, weil ausgewählte Journalisten bei ihren Testgeräten schon nach wenigen Tagen von Rissen im Display berichteten. Nun ist das erste Smartphone mit aufklappbarem Display seit September verfügbar. Wer 2.100 Euro für das Galaxy Fold 5G hinblättert, erwartet natürlich einwandfreie Qualität: Auch nach tausenden Faltvorgängen sollte das biegbare Display keinerlei Verschleiß aufweisen.

Genau diese potenzielle Schwachstelle hat das Fachmagazin Chip untersucht. Mithilfe einer speziell dafür entwickelten Apparatur überprüfte Chip das Falt-Handy und erhielt ein überraschendes Ergebnis: Das Fold-Display übersteht die vom Hersteller Samsung versprochenen 200.000 Faltvorgänge unbeschadet. Eingespannt in einen selbstgebauten Roboter, wurde das Falt-Phone eine Woche lang rund um die Uhr auf- und wieder zugefaltet. Die Basis der Falt-Apparatur bildet ein Lego Mindstorms EV3-Set, das durch Lego Technic aus den 90er-Jahren unterstützt wird. Zwei Servo-Motoren und eine 1:3-Zahnrad-Übersetzung klappten das Handy kontinuierlich auf und zu. Zwar mussten zwischendurch sowohl Zahnräder als auch einer der beiden Elektromotoren ausgetauscht werden, nach den notwendigen Reparaturen konnte der Fold-Folder die 200.000 Faltvorgänge aber problemlos erreichen.

Einziger Mangel: Das Scharnier offenbarte mit zunehmender Belastung hörbare Abnutzungserscheinungen. Nach etwa 100.000 Faltungen gab es ein leichtes Knarzen von sich, das nach Abschluss der 200.000 Faltungen jedoch deutlich zu hören ist, berichtet Chip.

Youtube: Samsung Galaxy Fold im Test (Chip)

Bildquelle: Marcus Kämpf/Chip

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