Smart-TV von LG spioniert Zuschauer aus

Internetfähige Fernseher von LG zeichnen heimlich Daten über die Sehgewohnheiten der Zuschauer auf. Der Hersteller will dies nun unterbinden.

Spionage im Wohnzimmer: Internetfähige Fernseher des koreanischen Herstellers LG zeichnen die Sehgewohnheiten der Zuschauer heimlich auf und übertragen diese Daten auf Sever des Unternehmens. Die so genannten Smart-TVs protokollieren beispielsweise jeden Kanalwechsel und übertragen sogar Informationen, welcher via USB-Stick aufgerufene Film angeschaut wird. Aufgezeichnet werde dabei immer auch die jedem Fernseher individuell zugeschriebene Geräte-ID. Man kann sich gut vorstellen, dass hier eine Verknüpfung mit dem Namen des Käufers leicht möglich ist, wenn dieser beispielsweise sein Gerät wegen Gewährleistungsansprüche im Internet registriert.

Aufgedeckt hatte die Spionagefunktion der Blogger DoctorBeet. Er veröffentlichte im Internet Protokolle der Datenübertragung. Besonders pikant: In den Einstellungen der Smart-TVs von LG soll es eine Option geben, die Datensammelwut abzuschalten. Allerdings ignoriere das Gerät diesen Modus und zeichne trotzdem Daten auf, schreibt der Blogger.

Auf Pressenachfragen zeigte sich LG in Deutschland zunächst überrascht. Wenig später räumte dann LG aber alle vom Blogger entdeckten Aufzeichnungsfunktion. LG bedauert den Vorfall und stellte klar, dass zu keinem Zeitpunkt personenbezogene Daten erfasst oder gespeichert wurden. Außerdem will der Hersteller schnell ein Update bereitstellen, damit die Abschaltung der Fersehspionage auch wirklich funktioniert.

Bildquelle: LG

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