Keine Ungleichbehandlung bei Datenvolumen im Mobilfunk

Telekom und Vodafone rechnen bestimmte Streaming-Dienste nicht auf das Datenvolumen eines Vertrags an. Das wurde nun untersagt. Die Tarifoptionen "StreamOne" der Telekom und " "Vodafone Pass" müssen eingestellt werden.

"StreamOne" und "Vodafone Pass" sind so genenannte Zero-Rating-Optionen, die Mobilfunkkunden bei Telekom und Vodafone kostenpflichtig dazubuchen können. Das hat den Vorteil, dass dann bestimmte Dienste für Musik oder Videos das Datenvolumen nicht belasten. Eigentlich eine praktische Sache für Verbraucher. Doch wohin soll das führen, wenn Telekom-Anbieter letztlich nur noch günstige Basis-Mobilfunktarife anbieten und anfangen Streaming-Dienste zu kategorisieren? Beliebte Apps wie Spotify oder Youtube könnten in sehr teure  Zero-Rating-Zusatzpakete gebündelt werden. Am Ende würde der Tarif womöglich teurer als jener, der mit einem ordentlich hohen Datenvolumen ausgestattet ist. Auf jeden Fall würden die ohnehin schon schwer vergleichbaren Tarifangebote der Mobilfunkunternehmen noch komplizierter und unübersichtlicher. Doch soweit kommt es nicht.

Die Bundesnetzagentur hat den Verkauf der Zero-Rating-Optionen gestoppt. Ab 1. Juli ist Schluss mit "StreamOne" (Telekom)  und "Vodafone Pass" (Vodafone). Davon sind auch Bestandkunden betroffen, denen die Carrier bis Ende März 2023 andere Tarife ohne solche Datenvolumenbefreiung anbieten müssen.  Man beende die Ungleichbehandlung von Datenverkehren und erwarte, dass die Anbieter nun Tarife mit höheren Datenvolumina oder günstigere Mobilfunk-Flatratetarife anbieten, sagte die Regulierungsbehörde. Verbraucherinnen und Verbraucher würden von der Entscheidung der Bundesnetzagentur profitieren, so Behörden-Chef Klaus Müller.

Bildquelle: Vodafone

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