Vodafone schaltet "echtes" 5G-Netz frei

Ab sofort surfen 5G-Smartphone-Nutzer bei Vodafone im so genannten 5G-Standalone-Netz. Der Carrier hat das Mobilfunknetz der Zukunft in rund 170 Städten und Gemeinden frei geschaltet.

Am letzten Tag im April war es soweit: Für einige Vodafone-Kunden begann das neue Mobilfunk-Zeitalter. "Ab sofort können unsere Kunden an ersten Orten so schnell wie das menschliche Nervensystem surfen. Willkommen in der Echtzeit", jubelte Vodafones Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter. In circa 170 Städten und Gemeinden verbinden sich Smartphone-Nutzer, die einen 5G-Tarif von Vodafone sowie ein entsprechendes 5G-Handy haben, mit den speziell im 5G-Frequenzband funkenden rund 1.000 Antennen (Standalone).

Dafür bietet Vodafone das Smartphone Find X3 Pro des chinesischen Herstellers Oppo an, das 5G-Surfen in Echtzeit erlaubt. Weitere Handys würden folgen, kündigt der Netzbetreiber an.

Zuvor war surfen im 5G-Netz auch schon möglich, allerdings mussten die Smartphones dafür auf die LTE-Ankerfrequenz der vierten Mobilfunkgeneration (LTE) zugreifen. Diese Brückenverbindung klappte oft nicht und war zudem instabil. Mit dem 5G-Standalone-Netz, das Vodafone wie auch Telekom und Telefonica nun ausbauen, soll Schluss sein mit Verbindungsschwächen. Das viel gepriesene Gigabitnetz soll die Nutzung des mobilen Internets revolutionieren.

Für Verbraucher am sichtbarsten: Die Latenzzeit beim Download verkürzt sich bei 5G im Vergleich zu LTE um den Faktor drei. Spielfilme mit zwei GB Datenvolumen werden in wenigen Augenblicken heruntergeladen. Zudem soll 5G energiesparsamer sein und die Akkuzeit entsprechender Geräte um rund ein Fünftel verlängern.

Auch die Industrie setzt große Hoffnungen auf 5G: So sollen beispielsweise vernetzte Städte und Straßen sowie Autos autonomes Fahren möglich machen. Bildquelle: Vodafone

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