Apple behebt endlich Sicherheitslücken im iOS-App-Store

Neun Monate hat es gedauert, bis Apple auf schwere Sicherheitslücken im App-Store reagiert hat. So konnten Hacker beispielsweise Passwörter auslesen.

Die Legende vom sicheren Betriebssystem iOS ist entlarvt, denn mit der rasant wachsenden Verbreitung von iPhone und iPad lohnt es sich für Hacker, auch Apple-Nutzer zu schädigen. Google-Forscher Elie Bursztein schreibt in seinem Blog, wie leicht Hacker bei der nicht mit dem Standard SSL (HTTPS) abgesicherten Datenverbindung Passwörter ausgelesen können. Außerdem gelang es ihnen, falsche Apps oder Updates auszuliefern oder Installationen zu verhindern. Bursztein habe die Fehler bereits im Juli 2012 an Apple gemeldet. Passiert ist lange Zeit nichts, zitiert das Nachrichtenportal Heise den IT-Experten.

Der Blogger hat in einem Beitrag ausführlich die Vorgehensweise der Manipulationen beschrieben und demonstriert das Hacking auch in kleinen Videosequenzen. Nun hat Apple aber auf die Kritik doch reagiert und die von Bursztein vor über neun Monaten monierten Sicherheitslücken geschlossen. Warum sich Apple so lange Zeit lies, ist unbekannt. IT-Sicherheitsexperten jedenfalls gehen davon aus, dass die Rechner von Apple-Nutzern in Zukunft verstärkt in den Fokus von Cyberkriminellen geraten werden.

Bildquelle: Apple

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