Wechselmüde Mobilfunk-Kunden erfreuen nur einen

Stammkunden zahlen mehr und bekommen weniger: Das ist beim Strom so und erst recht beim Handyvertrag. Nur jeder zweite Mobilfunk-Kunde in Deutschland hat innerhalb der letzten fünf Jahre den Anbieter gewechselt.

Rabatte, Boni, mehr Leistung fürs Geld oder gar Wechselprämien: Das alles entgeht treuen Stammkunden von Telekom, Vodafone, O2 oder Netzvermarkter. Freiwillig geben die Konzerne nicht her. Nur bei einem Wechsel des Handyvertrags kann man sparen, sogar durchaus kräftig und bekommen obendrein ein paar Gigabyte Datenvolumen im Monat mehr für das mobile Internet.

Auch wenn Portale wie Check24 oder Verivox einen Wechsel des Mobilfunkanbieters ganz leicht machen und sich die Rufnummernmitnahme über sie einleiten lässt, lassen deutsche Verbraucher Handyverträge meist automatisch verlängern. 51 Prozent der Deutschen haben in den vergangenen fünf Jahren darauf verzichtet, ihren Mobilfunkanbieter zu wechseln. Immerhin 27 Prozent nutzten einmal die Gelegenheit für einen Vertragswechsel. Nur fünf Prozent wechselten dreimal oder häufiger ihren Anbieter, so das Ergebnis einer Studie, die Check24 in Auftrag gab.

Das so entgangene Sparpotenzial summiere sich laut dem Vergleichsportal auf bis zu 194 Euro im Jahr. Ein moderater Handynutzer, der einen Tarif mit Telefonflat in alle Netze und mindestens zwei Gigabyte Datenvolumen zum mobilen Surfen sucht, finde solche Tarife effektiv ab 5,07 Euro im Monat, schreibt Check24. Beim teuersten Anbieter werden 12,70 Euro fällig. Ein Unterschied von über 90 Euro pro Jahr.

Bildquelle: Vodafone

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