Billigst-Speicherkarten: So verschwinden Urlaubsfotos im Nirvana

Gefälschte Speicherkarten, Wasserschäden an Smartphones oder schlicht geklaute Handys - und schon sind schöne Urlaubserinnerungen futsch. Wer Fotos und Videos von der schönsten Zeit im Jahr sicher archivieren will, sollte typische Fehler vermeiden.

Die wohl perfideste Art des Datenverlusts im Urlaub geht so: Man ist in der Annahme, die schönsten Momente per Foto oder Video festgehalten zu haben, tatsächlich aber knipst man ins Nirvana - die Daten werden schlicht nicht gespeichert. Und das kann daran liegen, dass man von betrügerischen Händlern eine sehr billige, weil gefälschte Speicherkarte gekauft hatte. 8 GB steht drauf, tatsächlich aber ist die Speicherkarte nur 2 GB groß. Sie wurde nämlich durch eine Firmware-Manipulation größer gemacht als sie tatsächlich ist. Alles was über 2 GB hinaus aufgenommen wird, ist schlichtweg nicht existent. Daher warnt der Datenrettungsspezialist Kuert, Karten zu Spottpreisen vor allem in Asien, auf dem Balkan oder in Teilen Nordafrikas zu kaufen.

Überhaupt beginnt nach dem Urlaub die Hochsaison für professionelle Datenretter wie Kuert. Im Fall gefälschter Speicherkarten kann man nichts ausrichten. Bei unsachgemäßer Verwendung von Speicherkarten oder defekten Smartphones kann die Datenrettung aber klappen. Die Rettung einer defekten SD-Karte kostet bei Kuert je nach gewünschter Dauer der Reparatur zwischen 24 und 48 Euro.

Den Geldbeutel schont, wer im Vorfeld des Urlaubs einige Tipps beherzigt. Beispielsweise Fotos und Videos auf zwei bis drei Speicherkarten zu verteilen und diese am besten täglich zu wechseln. Hierdurch verteilt sich das Risiko von Verlustszenarien und der Ausfall einer Karte lässt sich auch leichter verkraften. Fällt eine Karte aus, so hat man immer noch Urlaubsbilder auf den anderen Karten verteilt.

Auch direkte Sonneneinstrahlung über einen längeren Zeitraum gilt es zu vermeiden. Das Oberflächenmaterial der Karte kann sich nämlich durch die Sonneneinstrahlung wölben. Hierdurch treten Spannungen auf, die dazu führen können, dass die interne Verdrahtung zwischen Controller und Speicherchip der Karte Risse bekommt. Die Speicherkarte kann dann nicht mehr gelesen und auch nicht mehr erkannt werden kann.

Die vielen Aufträge zur Rettung von Smartphones und Handys, die einen Wasserschaden erlitten haben, sprechen nicht unbedingt dafür, ausschließlich mobile Geräte für Fotos und Videos einzusetzen. Der Vorteil der Mobilität von Smartphones ist gerade im Urlaub die größte Schwäche, sofern diese nicht wasserdicht sind. Und selbst wasserdichte Geräte halten dem Wasserdruck bis zu einer gewissen Tiefe nur sehr kurzfristig stand. Eine Digitalkamera, so unhandlich sie auch sein mag, ist vielleicht die bessere Wahl, um Erinnerungen an die schönste Zeit im Jahr dauerhaft zu sichern. Sie eignet sich für sichere Schnappschüsse häufig besser als das Smartphone und reduziert natürlich die Risiken, welche im Gegensatz zum Smartphone durch Unachtsamkeit oder die Bequemlichkeit jederzeit auftreten können.

Bildquelle: Kuert

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