Blackphone stellt abhörsicheres Smartphone vor

Alles verschlüsselt und abhörsicher: Das Krypto-Smartphone Blackphone lässt Schlapphüte und Hacker verzweifeln.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für ein Smartphone, das vor dem Zugriff von Geheimdiensten und Cyberkriminellen absolut sicher ist. So jedenfalls verspricht es das Schweizer Unternehmen Blackphone und wird auf dem Mobile World Congress in Barcelona Ende Februar das gleichnamige Handy vorstellen. Es soll jegliche Kommunikation verschlüsselt übertragen. Laut dem Hersteller telefonieren Nutzer abhörsicher und nutzen SMS, E-Mails, Chats oder den Dateienversand so, dass kein Zugriff Dritter möglich sein soll. Über eine VPN-Verbindung surfen Blackphone-Besitzer zudem anonym im Internet und hinterlassen keine digitalen Spuren.

Die Blackphone-Entwickler setzen auf das eigens entwickelte Betriebssystem PrivatOS, das auf Googles mobiler Software Android basiert. Blackphone soll in allen GSM-Netzen funktionieren. Auch alle Apps, die Nutzer installieren wollen, würden auf dem Krypto-Gerät laufen, versichert der Hersteller. Auf nähere Hardwarespezifikationen geht Blackphone nicht ein.

Die junge Firma aus der Schweiz ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Softwarespezialisten Silent Circle und des Herstellers Geeksphone, der das erste Smartphone mit dem Betriebssystem Firefox OS auf den Markt gebracht hat. Dem Management von Blackphone gehört unter anderem der Experte für Kryptografie, Phil Zimmermann, an. Der Erfinder der E-Mail-Verschlüsselung PGP (Pretty Good Privacy) gehört zum sechsköpfigen Führungsteam bei Blackphone. Nachdem sich seine sichere E-Mail-Lösung wegen der komplizierten Handhabung von PGP nicht durchgesetzt hat, versucht Zimmermann mit Blackphone Handynutzern wieder die Hoheit über ihre Daten zurückzugeben.

Bildquelle: Blackphone

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