Das bisschen Haushalt erledigen künftig Roboter

Ob Staubsaugen, Fensterputzen, Rasenmähen oder Heim und Hof überwachen: Immer mehr Roboter kommen im Haushalt zum Einsatz. Die Preise für die autonomen Helfer sinken, die Akzeptanz vernetzter Hausknechte bei Verbrauchern nimmt zu.

Auf der diesjährigen Internationalen Funkausstellung in Berlin konnten sich Besucher davon überzeigen, dass es praktisch keine lästige Haushaltstätigkeit gibt, die sich nicht durch Robotik erledigen ließe. An Fenstern hingen runde Scheiben, die beidseitig und völlig automatisch über das Glas glitten, Saugroboter sammelten selbständig Krümel und Staub ein, während im nachgestellten Garten auf den Ständen der Hersteller Mähroboter das Gras klein hielten. Älteren oder behinderten Menschen assistierten kleine Pflegeroboter.

Die Idee dahinter: Sie sorgen im besten Fall dafür, dass pflegebedürftige Menschen länger zuhause bleiben können und nicht in Heime müssen. Kurzum: Digitalisierung in Form von Robotik kommt allmählich in Privathaushalten an. Dafür sorgen sinkende Preise aufgrund immer neuer Haushaltsroboter, vor allem chinesische Hersteller drängen auf den Markt, sorgen für scharfen Wettbewerb und günstige Preise.

Trotz aller Euphorie der Roboterhersteller verrichten erst in 15 Prozent aller bundesdeutschen Haushalte entsprechende Maschinen ihren Dienst, wie eine Studie des ITK-Verbands Bitkom herausfand.

Aber die Deutschen sind aufgeschlossen wie noch nie. Jeder zweite Haushalt würde für bestimmte Aufgaben rund um das Haus und Garten Roboter einsetzen. „Vor mehr als 50 Jahren zogen Wasch- und Spülmaschinen in die Wohnungen ein. Jetzt beginnt die große zweite Welle der Automatisierung im Haushalt“, beobachtet Bitkom-Manager Bernhard Rohleder.

Besonders groß ist das Interesse an digitalen Putzhilfen, bei der Gartenarbeit und bei der Überwachung. Jeder Zweite will die Sicherheit in seinen eigenen vier Wänden mit Hilfe von Robotern erhöhen und würde ihm die Überwachung seines Zuhauses anvertrauen, sagt der Bitkom.

Es gibt natürlich auch Vorbehalte gegen einen Einsatz von Robotern im Haushalt, etwa beim Lernen, zur Nachhilfe oder Pflege kranker Angehöriger. Von den Befragten, die kein Interesse an den smarten Haushaltshilfen haben, wollen 37 Prozent grundsätzlich nicht, dass ein Roboter ihre Arbeit übernimmt. Ein Drittel gibt an, keinen Mehrwert in der Technologie zu erkennen und diese nicht zu brauchen. Jeder Vierte hält die Roboter noch nicht für ausgereift genug und jeder Fünfte weiß nicht, wie er mit der Entwicklung umgehen soll.

Bildquelle: mfkf

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.