Fast 1 Million gefährliche Elektronikprodukte aus dem Verkehr gezogen

Drohnen, Kopfhörer oder Steckdosen per Funk, drahtlose Ladegeräte: Die Bundesnetzagentur hat den Verkauf von fast 1 Million Elektronikgeräten gestoppt. Viele dieser meist aus China stammenden Geräte sind gefährlich. Sie werden über das Internet verkauft.

Im Internet gibt es eigentlich nichts, was es nicht gibt. Und es gibt vor allem jede Menge Elektronik ohne die hierzulande notwendige CE-Zulassung. Mit diesem Siegel erklären Hersteller oder Importeure, dass ihre in Deutschland vertriebenen Produkte die notwenigen Sicherheitsbestimmungen einhalten. Käufer sollten auf das CE-Siegel achten, denn Produkte ohne diese Kennzeichnung können gefährlich sein. Falsche Frequenzbelegung bei funkenden Steckdosen oder Kopfhörern mag da noch eine relativ harmlose örtliche Störung sein. Ein drohender Stromschlag jedenfalls ist nicht mehr harmlos und dann sogar tödlich enden.

Und die Gefahr, ein nicht zugelassenes Produkt bei einem Online-Händler zu kaufen, ist sehr hoch, wie die jüngsten Zahlen der Bundesnetzagentur zeigen. Die Behörde meldet, im vergangenen Jahr fast 1 Million Produkte von 537 Internethändlern aus dem Verkehr gezogen zu haben. Die meist aus China stammenden Elektronikgeräte verursachen Funkstörungen, haben demnach kein legales CE-Siegel und dürfen deshalb nicht in der EU verkauft werden.

Fast dreiviertel der gesperrten Produkte waren FM Transmitter. Wegen zu hoher Sendeleistung oder falscher Frequenzen geht von diesen nicht CE-konformen Komponenten die Gefahr eines Stromschlags aus, warnt die Bundesnetzagentur. Unter den kassierten Produkten waren über 200.000 Funkkopfhörer, mehr 21.000 Drohnen, Handfunkgeräte, drahtlose Ladegeräte (QI-Standard), Funksteckdosen und Ultraschallgeräte.

Bildquelle: MFF

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