Smartwatch: Vom Lifestyle zum Ladenhüter

Es gibt weltweit zwei Milliarden Smartphones, aber immer noch vergleichsweise wenige Computeruhren oder Fitnessarmbänder. Die einst hoch umjubelten Wearables könnten zu Ladenhütern verkommen.

Vom Kickstarter–Liebling zum Pleiteunternehmen: Die Bruchlandung des Smartwatch–Herstellers Pebble Ende letzten Jahres zeigt das ganze Dilemma einer neuen, noch vor wenigen Jahren hoch bejubelten Technologie. Die Nachfrage nach Computeruhren und Fitnesstrackern ist bei weitem nicht so hoch, wie das einst Branchenanalysten einschätzten. Der Wettbewerbsdruck ist gewaltig, unter dem Pebble schlie ßlich zusammenbrach. Nach Berechnungen neuester Absatzzahlen wurden zwischen Januar und März dieses Jahres gerade einmal 22 Millionen so genannter Wearables (tragbare Elektronik, vor allem Computeruhren und Fitnessbänder) weltweit verkauft. Das sind bescheidene 21 Prozent mehr als im ersten Quartal 2016.

Bescheiden deshalb, weil in den Jahren zuvor die Wachstumsraten 70 Prozent und mehr betragen hatten. Bezeichnend an der neuen Statistik von Strategy Analytics: Nur Marktführer Apple konnte seine Position auf Platz eins ausbauen und seien Absatz auf 3,5 Millionen Computeruhren deutlich steigern. Für Xiaomi auf Platz zwei dagegen ging es abwärts: Die Chinesen verkauften weniger Computeruhren als im ersten Quartal 2016, heuer waren es zwischen Januar und März nur 3,4 Millionen.

Den härtesten Rückschlag musste Fitbit hinnehmen. Das vor zehn Jahren in San Francisco gegründete Unternehmen verkaufte im Jahresvergleich mehr als ein Drittel weniger Fitnessbänder sowie Sportuhren und kam auf lediglich 2,9 Millionen Stück. Die einstige Marktführerschaft verloren sie an Apple. Fibit ist schwer angeschlagen, es werde dieses Jahr ein harter Kampf werden, um sich in diesem Jahr zu erholen, ist sich Branchenbeobachter Cliff Raskind von Strategy Analytics sicher.

Bildquelle: Fitbit

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