Sony will Handel mit gebrauchten Playstation Games aushebeln

Die für dieses Jahr erwartete neue Konsole Playstation 4 könnte eine verbraucherunfreundliche Funktion erhalten. Ein neuer Kopierschutz von Sony sorgt für Aufsehen.

Mit einem neuen Patent will Sony offenbar den Einsatz gebrauchter Spiele unmöglich machen. Technisch beschreitet der Konzern bei der digitalen Rechteverwaltung neue Wege. Das neueste Patent von Sony dürfte Verbraucher nicht gerade erfreuen. Wie der Konzern im Patentantrag ausführt, soll die zu schützende Technologie den Hauptzweck erfüllen, den Zugriff auf digitale Inhalte auf einem Speichermedium einzuschränken. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass Sony mit diesem Patent den regen Handel mit gebrauchten Play-Station-Spielen einschränken und Kunden zwingen will, stets neue Spiele zu kaufen. Technisch basiert der digitale Urheberrechtsschutz auf der Nahfunk-Technologie NFC (Near-Field-Communication). Bei dieser Digital Right-Management-Lösung (DRM) tauschen die Spieledisc und die Konsole Informationen wie Zugriffsrechte aus, ohne dass dafür eine Online-Verbindung nötig ist.

Wann Sony seinen neuen DRM-Schutz einsetzen wird, ist nicht bekannt. Experten gehen davon aus, dass der Kopierschutz schon in dem für dieses Jahr erwarteten Nachfolgemodell Play-Station 4 integriert sein könnte. Allerdings gibt es auch Analysten, die Sony einen solchen drastischen Schritt nicht zutrauen. Die Einführung eines kundenfeindlichen Anti-Gebrauchtspiele-Patents würde die Verkaufszahlen neuer Play-Station-Spiele lediglich um zehn Prozent steigern, meint der Branchenkenner Michael Pachter. Die Gefahr dagegen sei groß, dass viele verärgerte Kunden Sony den Rücken kehrten und auf Microsofts Xbox oder auf Spielekonsolen andere Hersteller umsteigen könnten.

Bildquelle: Gamescom

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