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Vergleich: Solid State Drive (SSD) vs. herkömmliche Festplatte (HDD)

Neben herkömmlichen Festplatten macht eine neue Art von Datenspeicher von sich reden. Dies ist die SSD. Die Abkürzung bedeutet Solid State Drive, was etwa als "Speicher im festen Zustand" übersetzt werden kann.

Das grenzt die SDD bereits im Namen von der HDD (Hard Disk Drive) ab. Deren Bezeichnung bezieht sich auf die Speichertechnik dieses schon lange gebräuchlichenMediums. Im Innern des HDD-Gehäuses werden Daten auf die Oberfläche von sich drehenden Metallscheiben (disks) geschrieben. Die Daten werden auf der Beschichtung der disks als Magnetisierung ausgedrückt. Beim Lesen oder Schreiben müssen die Platten also an der richtigen Stelle sein. Das Verfahren ähnelt dem Abspielen einer Schallplatte auf einem Plattenspieler, findet jedoch in einer weitaus größeren Geschwindigkeit statt.

Im Gegensatz hierzu besitzt die SDD weniger komplexe Einzelteile. Sie hat mit der Festplatte einige Eigenschaften gemein, weist jedoch eine andere Speichertechnik auf. Grundsätzlich ist der Solid State Drive mit einem großen USB-Stick vergleichbar. Halbleiterbausteine ermöglichen nichtflüchtige Speicher, deshalb wird das neuere Medium auch Halbleiterspeicher genannt. Die Speicherung findet mithilfe von Flash-Karten statt. Insgesamt sind beide Komponenten in der Lage, Daten zu schreiben und zu lesen – allerdings weisen sie einige signifikante Unterschiede auf.

Vorteile und Nachteile beider Formen

  • Der größte Vorteil der SSDs ist ihre Schnelligkeit. Bei einem Test der Fachzeitschrift Chip wurden Geschwindigkeiten von SSDs und weitere Parameter getestet. Dieser ergab, dass bei Aktivitäten wie dem Entpacken von Archiven, Virenscannen oder Booten der Solid State Drive dem der traditionellen Festplatte überlegen ist. So ist beispielsweise ein Virenscan fünfmal so schnell wie bei HDDs, ihre Befehlsübertragung lag bei etwa 3,5 Millisekunden, bei der SDD bei 0,2 bis 0,4 Millisekunden. Eine herkömmliche Festplatte verarbeitet etwa 150 MB/ Sekunde, die SDD erreicht circa 510 MB/ Sekunde. Daraus ergibt sich, dass für Nutzer rechenintensiver Anwendungen wie großer Programme, beispielsweise von Photoshop, von Multimedia oder 3-D-Spiele die SSD ein empfehlenswertes Tuning-Tool ist.
  • Der Solid State Drive ist insbesondere bei mobilen Endgeräten beliebt. Dies sind zum Beispiel Notebooks, Netbooks oder Tablets. Ein Grund dafür ist die Robustheit der SSDs. Denn im Gegensatz zu HDDs sind sie kompakter und deutlich robuster. Sie bestehen nicht aus Einzelteilen wie den Metallscheiben, Lesekopf und Schreibkopf, sodass Schreib- oder Lesevorgänge nicht durch Erschütterungen gestört werden oder beispielsweise alle Daten zerstört sind, wenn das Endgerät mit der HDD dem Nutzer herunterfällt. Der Solid State Drive ist auch aufgrund seiner Bauweise Feuchtigkeit oder Temperaturschwankungen gegenüber resistenter als die herkömmliche Festplatte. Eine Auswahl verschiedener Solid State Drives findet man beispielsweise online beim Computer-Anbieter Arlt.com.
  • Aus den eben genannten Gründen sind die äußerlich eher größeren Speicherkarten ähnelnden SSDs auch deutlich leichter als ab Werk eingebaute oder externe HDD-Speicher. Somit passen sie in den Trend zu immer leichteren und flacheren mobilen Endgeräten. Mobilität und Tragekomfort werden demnach auch eher von Solid State Drives unterstützt als von HDDs.
  • SSDs verbrauchen weniger Strom als herkömmliche Festplatte. Der Grund ist der Schreib- und Lesevorgang, welcher bei HDDs weitaus komplexer ist. Nutzer tragbarer Endgeräte sind dieser Entwicklung dankbar, da die Energieversorgung sich bei ihnen oft als Achillesferse herausgestellt haben.
  • Traditionelle Festplatten sind eingebaut, externe meist problemlos anschließbar. Bei den Solid State Drives werden jedoch bestimmte Befehle (z.B. TRIM-Befehl) benötigt, um ein Langsamerwerden zu verhindern. Dies ist ab Windows 7 automatisch inbegriffen, bei älteren Betriebssystemen wie XP oder Vista muss ein Tool heruntergeladen werden, welches während der Nutzung im Hintergrund mitlaufen kann.
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