Microsoft stellt neue Spielekonsole Xbox One vor

Microsofts neue Hightech-Konsole ist eine Drehscheibe für das Entertainment im heimischen Wohnzimmer. Nut alte Spiele laufen auf der Xbox One nicht.

Acht Jahre hat sich Microsoft Zeit gelassen, nun hat der Konzern mit Xbox One einen Nachfolger für seine Spielekonsole Xbox360 präsentiert. Spielen ist dabei aber nur ein Aspekt des neuen Geräts. Multiscreen, Gestensteuerung und interaktive Fernsehfunktionen gehören zu den Neuerungen. Doch Xbox One ist auch und gerade ein Entertainment-Center für das heimische Wohnzimmer. Technisch hat Microsoft nahezu alle Funktionen moderner Unterhaltungselektronik samt Internet in eine Art Set-Top-Box für Multimedia integriert: Spiele parallel auf zwei getrennten Geräten spielen, Gestensteuerung mit dem Kameracontroller Kinect, nahtloser Wechsel zwischen Internet und Live-Fernsehen, Social-Media-Funktionen, Videotelefonie mit Skype.

Xbox One steht einem Hochleistungscomputer in nichts nach. Die Konsole hat einen Acht-Kern-Prozessor, acht Gigabyte Arbeitsspeicher, eine Festplatte mit 500 Gigabyte Kapazität und ein Blue-ray-Laufwerk. Ein gravierender Nachteil ist allerdings, dass ältere Spiele der aktuellen Xbox360 nicht auf der neuen Microsoft-Hardware laufen. Damit dürfte Microsoft viele Gamer verärgern, die keine Entertainment-Zentrale mit TV-Funktion wollen.

Mit dem neuen Gerät will Microsoft aber nicht nur die im Februar dieses Jahres von Sony vorgestellte Playstation 4 in den Schatten stellen und Nintendo mit seiner Konsole Wii U Kunden abjagen. Microsoft drängt verstärkt auf den Verkauf eigener Inhalte und will so als Anbieter von Content die Geschäftsmodelle von Google und Amazon kopieren. Star-Regisseur Steven Spielberg soll für Microsoft eine TV-Serie zum Ego-Shooter Halo produzieren. Eine exklusive Kooperation mit der amerikanischen National Football League (NFL) sorgt dafür, dass Spielszenen und interaktive Zusatzdienste in die Xbox One integriert werden. Die Spieler der NFL tragen Sensoren am Körper, die Informationen in Echtzeit an Microsofts neue Spielekonsole übertragen. Zu Preisen und Verfügbarkeit von Xbox One hat Microsoft noch keine Details genannt.

Für diese erweiterten Entertainment-Funktionen muss Microsoft seine Infrastruktur gewaltig aufrüsten. Schon jetzt betreibt der Konzern weltweit 15.000 Server für die 40 Millionen Mitglieder des Online-Dienstes Xbox Live und weitere Microsoft-Webangebote. Die Zahl der Rechner will Microsoft künftig 300000 Server aufstocken.

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Bildquelle: Microsoft

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