Support für Office 2010 und Office 2016 Mac enden bald

Kommenden Oktober beendet Microsoft gleich für eine ganze Reihe seiner Programme den Support. Wer nicht rechtzeitig auf neue Versionen umsteigt, öffnet Hackern Tür und Tor. 114 Millionen neue Schadprogramm-Varianten registrierte das BSI 2019.

Ab dem 13. Oktober beendet Microsoft für viele ältere Programmversionen seinen Support. Für 23 Applikationen (hier der Überblick: https://docs.microsoft.com/de-de/lifecycle/end-of-support/end-of-support-2020) wird es dann endgültig keine Updates mehr geben, auch wenn nach diesem Zeitpunkt noch schwere Sicherheitslücken festgestellt werden sollten. Das wohl am meisten genutzte Produkt dürfte Office 2010 sein mit den darin enthaltenen Anwendungen World, Excel, Powerpoint. Auch Office 2016 für Mac-Computer fällt in das kommende Support-Ende.

Natürlich kann man die Programme auch nach Ablauf der Herstellerunterstützung weiter nutzen, was erfahrungsgemäß auch viele Computerbesitzer tun werden. Sie gehen aber ein hohes IT-Sicherheitsrisiko ein. Ohne Updates bleiben die Anwendungen dauerhaft ungesichert. Zwar hat Microsoft in der Vergangenheit auch bei längst aus dem Support herausgefallenen Programmen auf schwere Bugs reagiert und dann doch noch Updates ausgerollt. So geschehen bei Windows XP. Verlassen sollte man sich auf diese außerplanmäßige Notfall-Maßnahme aber nicht.

Hacker kennen die Termine, wann Microsoft-Produkte nicht mehr vom Hersteller unterstützt werden. Sie kennen auch genaue Zahl der Verbreitung beliebter Programme wie eben Office 2010 und werden das Support-Ende für gezielte Cyberangriffe auf die abgekündigten Versionen ausnutzen.

IT-Sicherheitsexperten vom BSI raten in ihren Jahresberichten immer wieder dringend dazu, Software aktuell zu halten (beispielsweise durch die Aktivierung der Autoupdate-Funktion) und gegen neuere Versionen zu ersetzten, wenn Hersteller ältere Programme nicht mehr aktualisieren.

Wie gefährdet Rechner von Privatpersonen und Unternehmen sind, zeigt der aktuelle Lagebericht des BSI. 2019 zählte die Behörde 114 Millionen neue Schadprogamm-Varianten, davon entfielen rund 65 Millionen auf das Betriebssystem Windows.

Privatnutzer dürften in der Regel keine Schwierigkeiten haben, ältere Microsoft-Programme wie Office 2010 oder Office 2016 Mac durch neue Versionen auszutauschen. Bei Unternehmen kann die Migration schon anspruchsvoller sein. Viele Unternehmen haben nämlich in die Standardsoftware Ad-On-Programme integriert, die mit neueren Versionen oft nicht kompatibel sind, aber dringend für den Betriebsablauf gebraucht werden. Sie sollten den Umstieg rechtzeitig in die Wege leiten, zumal sie für die IT-Sicherheit (Datenschutz) ihres Firmennetzwerks haften.

Tipp: Antivirensoftware – bequem als Download zum sofortigen Einsatz sollte auf keinem Computer, Tablet oder Smartphone fehlen.

Bildquelle: BSI Lagebericht 2019

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