Testversion von Windows 10 mit Vorsicht zu genießen

Microsoft erlaubt vor dem Verkauf von Windows 10 einen ersten Blick auf das kommende neue Betriebssystem. Das Technical Preview enthält einen Keylogger, der sogar Passwörter an Microsoft übermittelt.

Schon vor dem Start von Windows 10 können sich PC-Anwender schon jetzt ein Bild vom kommenden neuen Betriebssystem machen. Microsoft bietet mit dem Windows 10 Technical Preview 9926 ab sofort einen Download des Systems an. Dabei handelt es sich noch nicht um das endgültige Programm, wie es im Herbst dieses Jahres neu auf den Markt kommt. Noch fehlen viele neu angekündigte Funktionen. So wird die Vorabversion zwar erstmals in deutscher Sprache ausgerollt. Der neue Webbrowser Spartan, der den Internet Explorer um einen neuen Microsoft-Browser erweitert, fehlt aber noch im Download-Paket. Dafür können Nutzer der Vorabversion jetzt schon den Sprachassistenten Cortana ausprobieren, allerdings spricht die virtuelle Dame vorerst nur englisch.

Wer das noch unvollendete Windows 10 testen will, muss sich im Windows Inside Program bei Microsoft registrieren. Der Softwarehersteller stellt die Vorabversion zur Verfügung, um erste Erfahrungen der Beta-Nutzer zu sammeln und sie möglicherweise in die finale Version von Windows 10 noch zu berücksichtigen. Eine Testversion von Windows 10 für Smartphones will Microsoft im Februar zum Download anbieten. Neugierige Windows-Fan sollten die Vorab-Version von Windows 10 aber mit Vorsicht genießen. Denn Nutzer müssen vor der Installation in die Datenschutzbestimmungen von Microsoft einwilligen. Der Softwarehersteller sammelt dann fast alle Daten wie Maus- und Tastaturbewegungen, Sprachaufzeichnungen oder Daten zu genutzten Anwendungen. Sogar Passwörter werden durch ein Windows 10 Keylogger ausgelesen, so dass Nutzer keinesfalls sensible Daten auf dem Computer abgespeichert haben sollten. Die im Hintergrund aufgezeichneten Daten in der Testversion von Windows 10 lassen sich nur verhindern, wenn das Programm deinstalliert wird. Microsoft rät in einem Hinweis davon ab, Windows 1O auf Produktivsystemen zu testen.

Windows 10 mit Keylogger



Bildquelle: Microsoft

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