Windows XP-Gefahren ausschließen

Im Gegensatz zu Privatnutzern müssen Firmen beim Update ihrer Industrie-PCs auf ein neues Betriebssystem unter Umständen mit hohen Folgekosten rechnen. Hier könnten sich auch andere Schutzkonzepte auszahlen.

Windows XP auf gewöhnlichen Rechnern zu ersetzen, ist relativ einfach. Eine Neuinstallation von Windows 7 ist oft die erste Wahl, die meisten Anwendungen auf den PCs von Privatpersonen dürften ohne weiteres auch auf dem bewährten Betriebssystem Windows 7 laufen. Wenn Microsoft dann die Weiterentwicklung des alten XP-Systems im April 2014 endgültig einstellt, sind die so umgestellten PCs vor Bedrohungen aus dem Netz sicher. Immerhin gab es allein in diesem Jahr bereits 30 relevante Security-Updates für Windows XP, ab kommendem April wird Microsoft keinen einzigen Patch mehr für XP herausbringen und den Support einstellen. Nutzer fahren XP-Rechner dann auf eigenes Risiko, und das kann sehr hoch sein. Denn Hacker werden das Support-Ende für XP ausnützen und gezielt neue Schadsoftware für die Altsysteme in Umlauf bringen. Sie können damit rechnen, dass immer noch Millionen von XP-Rechnern im Einsatz sind.

Vor allem Unternehmen, die viele XP-basierte Industrie-PCs in der Produktionssteuerung einsetzen, können sich ein solch hohes Risiko nicht leisten. Doch einfach auf ein neues Betriebssystem migrieren, ist leichter gesagt als getan. Viele ältere Business-Applikationen könnten dann ausfallen. Sie müssen in jedem Fall die PCs vor einer Umstellung auf ihre Lauffähigkeit unter einem höheren Betriebssystem testen. Das ist ein langwidriger Prozess, der überdies viel Geld kosten kann. Die Investitionen in ein neues Betriebssystem sind da vergleichsweise der kleinste Posten. Neue Hardware und eventuelle Softwareanpassungen sind weit teurer.

Spezialisierte Softwareunternehmen wie die Berliner Innominate Security Technologies schlagen einen anderen Weg ein. Durch eine Nachrüstung mit speziellen Netzwerkkomponenten lassen sich ältere Betriebssysteme hardwareseitig vor Bedrohung aus dem Internet schützen. Die so »gehärtete Systeme« unter XP halten Angriffen meist Stand. Bei einigen Automobilunternehmen etwa sind beispielsweise selbst Windows 95-Systeme noch im Einsatz, berichtet Innominate. Auch in vielen integrierten Minirechnern, so genannte Embedded Computer, laufen noch Versionen aus den Anfängen der PC-Ära.
Privatanwender sollten ihren XP-Rechnern vor dem April 2014 allerdings ein Update gönnen. Softwarebilliger.de bietet günstige Versionen von Windows 7 an.

Bildquelle: Embedded World

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