110 Milliarden Dollar Schaden durch Internetkriminalität

15 Millionen Deutsche sind im vergangenen Jahr Cyberkriminellen in die Falle gegangen. Die Betrüger verlagern ihr Handwerk zunehmend auf mobile Geräte wie Tablets und Smartphones.

Cyberkriminelle haben vergangenes Jahr weltweit 556 Millionen Menschen betrogen und dabei einen Schaden von 110 Milliarden Dollar verursacht. Das geht aus einer Untersuchung des IT-Sicherheitsunternehmens Norton hervor. Die Softwarefirma hatte mehr als 13000 Erwachsene in 24 Ländern befragt. Demnach werden täglich mehr als 1,5 Menschen Opfer von Internetkriminellen. Statistisch gesehen sind das 18 Erwachsene in jeder Sekunde.

In Deutschland wurden laut Norton im vergangenen Jahr 15 Millionen Internetnutzer geschädigt. Die Online-Betrügereien summierten sich hierzulande auf 2,83 Milliarden Euro. Beobachter der Cyberkriminalität registrieren eine Verschiebung hin zu "neuen" Angriffsformen. Nicht nur der Durchschnittsbürger bewegt sich verstärkt in sozialen Netzwerken wie Facebook und Google+. Auch Betrüger haben sich auf die veränderten Gegebenheiten eingestellt und treiben dort ihr Unwesen, wo die Online-Nutzer verstärkt unterwegs sind. Zunehmend werden auch Nutzer von Smartphones und Tablets auf betrügerische Webseiten gelockt, wo ihre Geräte mit Schadsoftware infiziert werden. Experten raten Nutzern ihre Smartphones oder Tablets mit IT-Schutzsoftware auszustatten, die beispielsweise davor warnt, mit Schadsoftware infizierte Webseiten zu besuchen. Mittlerweile bieten Hersteller von IT-Sicherheitssoftware sogar Gesamtpakete an, die Lizenzen für PCs und mobile Geräte beinhalten. Das herstellerunabhängige Institut AV-Test (www.av-test.org) hat auf seiner Webseite einen Testbericht für Android-Schutzsoftware veröffentlicht.

Bildquelle: Cristine Lietz - Pixelio.de

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