Cloud-Speicher wie Dropbox stark gefragt

Die Festplatte wandert zunehmend ins Internet. Schon jeder vierte Deutsche nutzt Dienste wie Dropbox oder Google Drive.

Die Festplatte bleibt das wichtigste Speichermedium, allerdings steigt die Nutzung von Online-Cloud-Speichern. Einer Umfrage des ITK-Branchenverbands Bitkom zufolge nutzen bereits 27 Prozent aller Internetuser und damit 15 Millionen Bundesbürger Speicherdienste wie Dropbox, Google Drive, Microsoft OneDrive oder Apples iCloud. Fast alle Anbieter stellen eine Grundkapazität von zwei bis zehn Gigabyte kostenlos zur Verfügung, die man nach einer vorherigen Registrierung nutzen kann. Wer mehr Speicherplatz benötigt, kann zusätzliches Storages unkompliziert dazu buchen. Viele Dienste sind auf neuen Endgeräten bereits vorinstalliert, der Zugriff erfolgt bei mobilen Clients meist über Apps, der Zugriff bei PCs funktioniert per Browser. Bei der Nutzung dieser Cloud-Speicher zeigt sich einmal mehr, dass vor allem die junge Generation zu dieser Art der Datensicherung greift. Denn bei den 14- bis 29-jährigen Internetnutzern verwendet schon jeder Dritte Dropbox & Co. Vor allem für die Speicherung von Fotos oder Briefen benützen die User das Online-Backup. Der besondere Vorteil liegt darin, dass die Daten in der Regel sehr zuverlässig und dauerhaft archiviert werden und von jedem Endgerät über das Internet auch stets abgerufen werden können.

Wer sich schon einmal mit einer defekten Festplatte herumschlagen musste, auf der das Fotoarchiv abgelegt war, wird Cloud-Speicher zu schätzen wissen. Sicherheitsexperten warnen allerdings auch vor Risiken. Da die Daten über das Internet übertragen werden und zudem auf Servern liegen, die überall in der Welt in den Rechenzentren der Dienstanbieter stehen können, könnten sich auch unbefugte Dritte Zugang zu diesen Daten verschaffen. Daher untersagen vor allem viele Firmen ihren Mitarbeitern, sensible Dokumente nicht bei Dropbox oder ähnlichen Cloud-Speichern abzulegen.

Um dennoch Funktionalitäten wie File-Sharing nutzen zu können, haben viele Firmen eigene private Cloud-Speicher. Auch Privatpersonen können mittlerweile eigene internetfähige Netzwerkspeicher aufbauen, die den vollen Funktionsumfang wie Dropbox bieten. Hersteller von NAS-Systemen (Network Attached Storage), bieten für wenige Hundert Euro einfach zu installierende Cloud-Speicher, die auch ohne besondere technische Kenntnisse zuhause an den Internetrouter angeschlossen werden können. Wer allerdings wegen Datenschutzbedenken nicht auf Cloud-Dienste zurückgreifen will, für den sind Festplatten nach wie vor erste Wahl beim Backup. Bei der Sicherung großer Datenbestände und Wiederherstellung der Daten hilft professionelle Backup-Software, beispielsweise von Acronis oder Symantec.

Bildquelle: Strato

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