Das vernetzte Rind

Die Deutsche Telekom erschließt neue Kundengruppen und bietet Datenhalsbänder für Kühe an. Diese versenden automatisch SMS an den Bauern.
Des Landwirts größte Not, Bauer sucht Frau, kann die Deutsche Telekom noch nicht lösen. Da hilft bekanntlich der Fernsehsender RTL.

Dafür kümmert sich Deutschlands Mobilfunkmarktführer um das Wohlbefinden der Rindviecher in der Landwirtschaft. Ist das Tier gesund, freut sich der Mensch, respektive der Bauer. Die innige Beziehung zwischen Bauer und Rindvieh gestaltet die Telekom jetzt noch enger und wird in Kürze ein spezielles Halsband auf den Markt bringen, dass die Vitaldaten der Kühe aufzeichnet und sie dank integrierter SIM-Karte über das Mobilfunknetz an einen Datensammler schickt, der im Stall oder auf der Weide installiert wird. Zusätzlich werden die gesammelten Daten alle 30 Minuten per Mobilfunk an einen Server übertragen und archiviert. Die gemessenen Daten sind nicht nur als SMS auf dem Handy verfügbar. Der Bauer kann die Vitaldaten seiner Kühe auch auf der Internet-Plattform »Daily Web Services« einsehen.
Nächtelanges Warten im Stall, wann eine Kuh endlich ihr Kalb zur Welt bringt, gehöre so der Vergangenheit an, schreibt die Deutsche Telekom. Zeigen die Sensoren im Halsband der Kuh den Geburtsvorgang an, wird automatisch eine SMS an den Bauer geschickt, damit er frühzeitig im Stall sein kann. »Das Resultat: eine höhere Reproduktionsrate der Herde und, durch die Vermeidung von Notfällen, gleichzeitig weniger Stress für den Landwirt«, so die Deutsche Telekom.
Für diese Lösung in der Landwirtschaft hat sich die Telekom mit der Firma Medria Technologies zusammengeschlossen. Der französische Spezialist für Echtzeit-Überwachung will gemeinsam mit der Telekom in einem ersten Schritt europaweit 5.000 Bauernhöfe mit der elektronischen Kommunikationslösung für Kühe ausstatten.

Bildquelle: Sabine Menge / Pixelio.de

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