E-Mails mit gefährlichen Links nehmen rasant zu

E-Mails mit gefährlichen Links nehmen rasant zu

Cyberkriminelle locken per E-Mail Internetnutzer auf präparierte Webseiten, die Besuchern unerkannt Viren auf ihre PCs laden. Bereits jede zehnte Spam-Mail dient nur diesem Zweck.

In jeder zehnten Mail hat die IT-Firma Eleven Links befunden, die zu virenverseuchten Webseiten führt. Die so genannten Drive-by-Angriffe verzeichnen das größte Wachstum unter den Bedrohungsszenarien, die IT-Sicherheitsfirmen regelmäßig analysieren. Nach Berechnungen von Eleven kletterte die Zahl von Mails mit schädlichen Links zwischen August und September 2012 um mehr als das 80-fache. Ihr Anteil am gesamten Spam-Aufkommen stieg von 0,1 auf 9,5 Prozent. Eine erschreckende Zunahme, die nicht etwa darauf zurückzuführen ist, dass andere Methoden der Computerkriminalität an Bedeutung verloren hätten. Im Gegenteil: »Klassische« Malware-E-Mail, bei der sich die Schadsoftware im Dateianhang befindet, nahm im September ebenfalls zu und zwar um 119 Prozent. Gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat kletterte diese Variante sogar um fast 253 Prozent.

Schutz gegen Spam-Mails, die Links zu virenverseuchten Webseiten führen, bieten Spam-Filter und IT-Sicherheitssoftware mit Content- beziehungsweise URL-Filter. Klickt ein Nutzer einen gefährlichen Link in einer Mail an, untersucht das Sicherheitstool zunächst die Webseite und schlägt gegebenenfalls Alarm, wenn auf der Internetseite Malware versteckt ist. So wird verhindert, dass beim Besuch einer schädlichen Webseite ein PC mit Viren verseucht wird.

Damit Empfänger von gefährlichen Mails dazu verleitet werden, den darin enthalten Link anzuklicken, werden in den Mails meist Gewinne, Sensationen oder andere, die Neugier des Nutzers weckende Versprechen gemacht. Nutzer sollten grundsätzlich misstrauisch sein, vor allem dann, wenn sie E-Mails von unbekannten Absendern erhalten. Aber auch auf sozialen Netzwerken wie Facebook greifen Cyberkriminelle zur gleichen Masche. Auch hier sollten Nutzer lieber keine Links anklicken, die allzu sehr die Neugier und Gier des Menschen zu befriedigen scheinen.

Bildquelle: Antje Delater / Pixelio.de

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