Echte Telekom-Flatrate für rund 20 Euro

Nun hat die Telekom doch die Katze aus dem Sack gelassen: Von der DSL-Drosselung können sich Kunden ab 2016 freikaufen.

Die massive Kritik an der Telekom wegen der Drosselung von DSL-Übertragungsgeschwindigkeiten nach Überschreiten eines bestimmten Datenvolumens hält unverändert an. Nun hat Telekom-Chef René Obermann erstmals Details einer echten Flatrate genannt und damit kritische Stimmen bestätigt, dass es sich bei den DSL-Drosselungen der Telekom schlicht nur um eine Preiserhöhung handelt.

Obermann kündigte nämlich die Einführung eines Tarifs für Vielnutzer ohne Drosselung an. Für einen Zuschlag von zehn bis 20 Euro im Monat könnten Internetnutzer ohne Volumenbegrenzung surfen. Der Telekom-Chef sagte aber auch, dass er nur schwer heute schon Preise für 2016 nennen könne. Die Telekom will in drei Jahren die Drosselung der Datenübertragung einführen, in ihren Neuverträgen sind Volumengrenzen schon festgeschrieben. Sie sollen auch ab 2018 für Bestandskunden gelten, wenn die Telekom eine neue Netztechnologie einsetzt und damit neue Geschäftsbedingungen gelten werden. Obermann verteidigte die Zuschläge mit Investitionen in den Festnetzausbau in Höhe von sechs Milliarden Euro. Dieses Geld wolle man zurückverdienen. Unterdessen hat die Verbraucherzentrale NRW die Deutsche Telekom wegen unangemessener Benachteiligung der Verbraucher abgemahnt. Die Begrenzung des Datenvolumens auf 384 Kilobit pro Sekunde nach Überschreitung eines bestimmten Datenvolumens mache eine zeitgemäße Nutzung des Internets unmöglich, sagten die Verbraucherschützer.

Bildquelle: Deutsche Telekom

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