Geschenkkarten-Betrug im Internet

Eine 50-Euro-Geschenkkarte für 30 Euro oder gar ein Geschenkkarten-Generator, der hohe Rabatte für Produkte namhafter Hersteller verspricht: Vor solchen vermeintlichen Schnäppchen sollte man lieber die Finger lassen.

Gutscheine zu verschenken ist beliebt, wenn sie im Internet günstiger zu haben sind als ihr Nennwert, dann sollte man ganz besonders vorsichtig sein, warnt das IT-Sicherheitsunternehmen Malwarebytes.

Gefälschte Geschenkkarten

Es könnte natürlich sein, dass echte Geschenkkarten von Leuten stammen, die keine Verwendung für die erhaltenen Geschenkkarten haben. Aber es ist schwer zu erkennen, welche Karte echt ist und welche nicht. Wenn Nutzer Websites sehen, auf denen alle möglichen Rabatte auf Geschenkkarten angeboten werden, können sie Malwarebytes zufolge sicher sein, dass sich diese als Fälschungen herausstellen oder auf illegale Weise erworben wurden.

Geschenkkarten durch Programme generieren

Eine Stufe weiter als gefälschte Geschenkkarten gehen Geschenkkarten-Generatoren. Es gebe eine ganze Reihe von Websites, die behaupten, Geschenkkarten-Generatoren anzubieten, mit denen sie Codes für alle Arten von Gutscheinkarten generieren können, beispielsweise von App-Stores. Der Haken daran: Lädt man sich einen solchen Geschenkkarten-Generator herunter, könne es sein, dass man kurz vor dem Ausprobieren darüber informiert würde, dass er gar keine gültigen Geschenkkartencodes generiert, sondern nur Zufallscodes für „Informationszwecke“, beobachten Experten von Malwarebytes.

Im schlimmsten Fall laden sich Nutzer hierbei Schadsoftware herunter, nachdem er endlose Umfragen ausgefüllt und vielleicht sogar einige persönliche Daten preisgegeben hat. In einem Fall fanden Forscher eine Datei mit dem Titel „Amazon Gift Tool.exe“. Die Schadsoftware habe dafür gesorgt, dass Zahlungen in Bitcoin manipuliert werden und nicht auf dem Konto des ursprünglich vom Nutzer angegebenen Adressaten landen, sondern auf der Bitcoin Cash Wallet-Adresse des Cyberkriminellen.

Das Beispiel zeigt: Wer Nutzer zum Herunterladen eines Tools für die Ausstellung kostenloser Geschenkkarten verführt, könnte genauso gut eine Gelddruckmaschine anpreisen. In diesem Fall würde der Betrug sofort auffliegen.

Mit Geschenkkarten Betrüger bezahlen

Sollten sich Betrüger als Mitarbeiter des Finanzamts, von Microsoft oder eines Internetanbieters ausgeben, werden sie ihr Opfer auch bitten, mit einer Geschenkkarte zu bezahlen. Kein echtes Unternehmen und keine Behörde würde zur Zahlung mit Gutschein-oder Geschenkkarten auffordern. Diese Masche sollte eigentlich sofort als das erkannt werden, was sie ist: Betrug. Dennoch gibt es immer wieder Menschen, die darauf hereinfallen.

Fazit: Sollten Internetnutzer dennoch einen Geschenkgutschein kaufen wollen, sollten sie darauf achten, dass er aus einer zuverlässigen Quelle stammt, und sich vergewissern, dass der Beschenkte ihn auch gut gebrauchen kann.

Bildquelle: Tim Reckmann / Pixelio

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