Kostenfalle Sofortumrechung - jetzt auch bei Paypal

Bei Bargeldabhebungen am Geldautomaten in einem Nicht-Euro-Land lauert eine teure Kostenfalle. Aber auch Paypal langt kräftig hin, wenn Kunden Einkäufe im Internet mit Fremdwährungen über diesen Zahlungsdienstleister tätigen und falsch entscheiden.

Ende Mai 2019 hat Softwarebilliger.de bereits über die Teuro-Falle beim Geldabheben in Ländern mit Fremdwährungen berichtet (siehe Artikel). Nun lauert diese Gefahr auch bei Paypal.

Wer im Internet nicht mit Euro, sondern in Fremdwährungen bezahlt und dies per Paypal tut, wird beim Bezahlen gefragt, ob der Betrag sofort in Euro umgerechnet werden solle. Über die anfallenden Zusatzgebühren informiere Paypal nur wage hinter einem Button, berichtet Finanztest in der August-Ausausgabe 2019.

Zwar ist Paypal nicht so unverschämt, wie manche Banken, die am Geldautomaten per Sofortumrechnung einen so schlechten Umrechnungskurs verwenden, dass der Kunde fast 14 Prozent Aufschlag im Vergleich zum Devisenkurs der Hausbank berappten muss. Der Verlust bei Paypal betrage 4 Prozent, ergaben die Recherchen der Verbraucherschützer.

Das lässt sich vielleicht noch verkraften, ist aber eine völlig unnötige Belastung ohne jeglichen Mehrwert. Daher gilt für Kunden, die ein Konto auf Euro-Basis führen und die Karten in einem Nicht-Euro-Land einsetzen: Egal ob am Geldautomaten, in einem Restaurant oder bei Bestellungen in Fremdwährungen, man sollte nie Sofortumrechung in Euro akzeptieren und lieber zweimal genau die Hinweise lesen.

Denn viele Abzocker versuchen die Kunden auch sprachlich zu beeinflussen und suggerieren bei einer Sofortumrechung in Euro Sicherheit vor Währungsschwankungen. Die kann es freilich schon geben. Dass aber der Euro beispielsweise gegenüber der türkischen Lira in den wenigen Wochen, indem Touristen das Land bereisen, massiv an Wert einbüßen könnte und zuhause die Hausbank bei der Devisenkursumrechung dann einen deutlich höheren Eurobetrag in Rechnung stellen würde, ist unwahrscheinlich.

Vergleicht man den Euro-Lira-Kurs in den letzten fünf Jahren, dann ist eher das Gegenteil der Fall: 2014 bekam man für 1 Euro weniger als 3 Lira, derzeit erhält man mehr als 6 türkische Lira (siehe Bild).

Bildquelle: Finanzen.net

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