Mobilfunkkunden verärgert über Datenautomatik

Abzocke oder guter Service? Viele Provider buchen automatisch teure Pakete hinzu, wenn Nutzer ihre mobile Internet-Datengrenze überschritten haben.

Mobilfunkunternehmen sehen die Datenautomatik als besonders kundenorientierten Service, für viele ihrer Kunden ist das Prinzip allerdings reine Abzocke. Ist das monatlich laut Mobilfunkvertrag festgelegte Datenvolumen erreicht, wird die Übertragungsgeschwindigkeit nicht etwa gedrosselt, sondern ein kostenpflichtiges Datenpaket automatisch dazu gebucht, ohne die Zustimmung des Kunden einzuholen. O2 hat diese Datenautomatik nun in seinen Blue-Tarifen eingeführt und zieht mit Wettbewerbern wie Base und den Tarifen von Vodafone (Red) nach. Viele Kunden haben für dieses Vorgehen kein Verständnis, denn die Provider werben für das mobile Internet mit günstigen Preisen. Eine Datenautomatik verteuert den Mobilfunkvertrag.

Für Ärger sorgt, dass Kunden nicht explizit darauf hingewiesen werden, wie sie die Datenautomatik abstellen können. Normalerweise können sich Kunden auf der Webseite ihres Providers in ihr Konto einloggen und finden dort zahlreiche Änderungsmöglichkeiten. Der Punkt Datenautomatik fehlt allerdings. Wollen Kunden der automatischen Zusatzbuchung von Datenpaketen widersprechen, müssen sie bei O2 die Hotline-Nummer wählen und mit einem Mitarbeiter sprechen.

Bildquelle: Vodafone

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