Sichere Passwörter leicht gemerkt

Ein starkes und einmaliges Passwort für jeden Dienst macht Hackern das Leben schwer. Wir zeigen, wie es ganz ohne komplizierte Technik geht.

Wer einen Generalschlüssel besitzt, kann jeden Raum eines Gebäudes öffnen. Im Internet hantieren leider viele Nutzer mit eben einem solchen Generalschlüssel. Nämlich ihrem Passwort, das sie identisch bei Ebay, Amazon, ihrer Bank oder anderen Diensten verwenden. Laut einer Studie des Portals Web.de nutzen rund 60 Prozent lediglich ein einziges Passwort für alle Dienste. Haben Hacker einen solchen Code geknackt, dann besitzen sie einen Generalschlüssel für alle Konten eines fahrlässigen Nutzers.

Zudem erleichtern knapp 43 Prozent der Nutzer Hackern die Arbeit, denn auch bei der Wahl eines Passworts gehen viele unvorsichtig zur Sache. Zum Erstellen von Passwörtern greifen sie auf persönliche Informationen wie Geburtsdaten oder Namen zurück, kombinieren diese oft mit einer Jahreszahl und fühlen sich damit auf der sicheren Seite. "Hacker können solche Kennwörter in Sekunden knacken", sagt Sebastian Koye von Web.de Dabei ist es gar nicht schwer, ein sicheres Passwort ohne technischen Aufwand zu wählen, wie der Sicherheitsexperte zeigt. Hilfreich ist die aus der Schulzeit bewährte Eselsbrücke, noch sicherer ist allerdings die Satzmethode, auf die rund 14 Prozent der Internetnutzer schwören. Dabei sucht sich der Nutzer einen Satz aus, den er sich gut merken kann. Von diesem nimmt er die Anfangsbuchstaben, inklusive der Groß- und Kleinschreibung, und baut sie zu einem Passwort zusammen. Buchstaben kann man durch Sonderzeichen oder Zahlen ersetzen.

Ein Beispiel: Aus "Heute scheint die Sonne zum ersten Mal" wird dann beispielsweise das Passwort "Hsd$z1*". Da man niemals das gleiche Passwort für mehrere Dienste verwenden soll, kann man das Passwort noch mit dem Kürzel des Dienstes versehen. Für WEB.DE beispielsweise ein -W an das Ende oder den Anfang des Passworts setzen: "Hsd$z1*-W".

Was für PCs gilt, sollte übrigens auch für Mobilgeräte selbstverständlich sein, denn Tablets und Smartphones sind vollwertige Computer, die Zugriff auf alle Dienste erlauben und somit geschützt gehören. Laut Studie von Web.de sichern aber lediglich 17 Prozent der Befragten ihr Smartphone weder durch eine Pin, ein Entsperrmuster oder eine andere Methode vor dem Zugriff durch Unbefugte. Und nur knapp 44 Prozent haben eine Anti-Virus-Software in Gebrauch, die eigentlich selbstverständlich sein sollte und zudem noch günstig. Bei uns können Sie Antiviren Software günstig kaufen.

Bildquelle: Cristine Lietz / Pixelio.de

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