Tücken beim Garantie-Schutz für Elektronikgeräte

Zusatzversicherungen schützen bei Diebstahl, Sturz- oder, Wasserschäden oder Defekten nach Ende der Garantie. Auf was Käufer von Smartphones, Notebooks oder Tablets besonders achten sollten.

Mit dem Abschluss einfacher Garantieverlängerungen fühlen sich Kunden gut versichert, wenn nach Ablauf der Herstellergarantie teure Computer oder Elektrogeräte kaputt gehen, gestohlen werden oder Totalschäden etwa nach einem Sturz oder Wassereinwirkung zu verzeichnen sind. Der Einzelhandel und Online-Händler bieten hierfür einen extra Versicherungsschutz. Die Kosten variieren je nach Preis des Produkts und Dauer der Garantieverlängerung. Für ein 1.200 Euro teures Notebook kann die Garantieverlängerung für drei Jahre ab Kaufdatum von 42 Euro bis 100 Euro schwanken. Die teuerste Versicherung bietet Apple selbst an: Für 249 Euro ist bei Apple Care Protection dann aber auch ein Ersatzgerät drin. Finanztest hat einfache Garantieerweiterungen von elf Filial- und Online-Händlern getestet, die diese in Zusammenarbeit mit Versicherungen verkaufen. Fazit: Viele Garantien seien teuer und hielten im Kleingedruckten "so manch üble Überraschungen parat" (Finanztest Dezember 2015). So erhalten Kunden bei manchen Versicherungen nur einen Gutschein, wenn Totalschaden vorliegt, oder bieten Ersatz durch ein gebrauchtes Gerät.

Finanztest rät Kunden vor dem Abschluss von Garantieverlängerungen auf folgende Punkte zu achten: Selbstbehalt bei Schäden, Bestimmung zum Verschleißschutz, besondere Voraussetzungen beim Diebstahlschutz (hier sind Versicherungen besonders kleinlich und schließen viele Fälle aus), auf Versicherungsschutz ab Kaufdatum achten, da die Versicherung sonst auf die Herstellergarantie oder Händlergewährleistung pochen kann. Dann müssen sich Käufer mit oft zickigen Herstellern oder Verkäufern herumplagen statt auf ihr gutes Recht als Versicherungsnehmen zu pochen.

Bildquelle: Letsfix

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