Umstellung auf Internet-Telefonie verunsichert Telekom-Kunden

Zwangskündigungen analoger Anschlüsse und jede Menge Sprachprobleme im IP-Netz der Telekom: Verbraucherschützer schlagen nun Alarm.

Die schrittweise Umstellung des analogen Telefonnetzes auf Internet-Telefonie soll laut der Deutschen Telekom bis 2018 abgeschlossen sein. Die Modernisierung ist durchaus sinnvoll, da an der IP-Technologie künftig kein Weg vorbeiführt: Die Zukunft der Sprach- und Datenübertragung schreibt ausschließlich das Internet. Das analoge Sprachnetz, ähnlich wie bei der Abschaltung des analogen Fernsehsignals, ist der Telekom schon aus Kostengründen ein Dorn im Auge. Allerdings birgt die Umstellung Probleme. Zum einen hat die Telekom Kunden verunsichert, die zwangsweise der Umstellung auf IP-Telefonie zustimmen sollten. Anderenfalls drohte die Telekom mit einer Kündigung des alten Telefonanschlusses. Zum anderen berichten Kunden aber auch von technischen Problemen bei der neuen IT-Telefonie.

Berichte, wonach durch Pannen wochenlang keine Anschlüsse mehr erreichbar waren, schrecken viele Telekom-Kunden. Plötzlich geschaltete Anrufbeantworter nach der IP-Umstellung sorgen für Ärger an der mangelhaften Informationspolitik der Telekom. Ebenso Hausnotrufe, die unter der neuen IP-Technologie nicht mehr funktionieren sollen.

Angesichts dieser unerfreulichen Situation machen nun Verbraucherschützer Druck. In einer bundesweiten Umfrage wollen die Verbraucherzentralen noch bis zum 10. Juli 2015 Beschwerden zum IP-basierten Anschluss erfassen und auswerten. Unter der Federführung der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern können Verbraucher ihre Kritik zur IP-Umstellung auf der Webseite äußern.

Die Ergebnisse will die Verbraucherzentrale dann der Politik und der Telekom präsentieren, in der Hoffnung, dass die Pannen im Zuge der Umstellung abgeschafft und Telekom-Kunden besser über die Details der Internet-Telefonie informiert werden.

Bildquelle: Verbraucherzentrale

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