Verbraucher kaufen immer häufiger im Internet

Noch nie zuvor wurden in Deutschland so viele Waren und Dienstleistungen über das Internet gekauft.

Laut dem Handelsverband Deutschland (HDE) wird der Warenumsatz im E-Commerce 2012 rund 29,5 Milliarden Euro betragen. Während Einzelhändler mit Ladengeschäft in den vergangenen Jahren leichte Umsatzrückgänge zu verzeichnen hatten, boomt das Internetgeschäft mit zweistelligen Zuwächsen. Auch in diesem Jahr werden die Erlöse der Internetversender um rund 13 Prozent wachsen.

Neben klassischen Computern setzen Onlinekunden immer häufiger Smartphones und Tablets ein, was den Trend zum Einkaufen im Internet beflügelt. Im vergangenen Jahr haben bereits 2,9 Millionen Verbraucher in Deutschland per Handy Waren und Dienstleistungen bestellt – ein Plus von 114 Prozent, hat die Gesellschaft für Konsumgüterforschung (GfK) herausgefunden. Vor allem Bekleidung, Bücher, Eintrittskarten, Spielwaren, Musik-CDs, Computer und andere Elektronikgeräte sowie Software sind gefragt.

Die steigende Wichtigkeit des Online-Handels setzt vor allem die großen Einzelhandelsketten und Katalogversender unter Druck. Versandhändler Neckermann musste kürzlich Insolvenz anmelden, weil der Umstieg auf den Internethandel zu spät kam. Andere traditionsreiche Handelsfirmen wie die Hamburger Otto-Gruppe haben dagegen die Weichen in Richtung E-Commerce rechtzeitig gestellt und profitieren nun von Boom elektronischer Bestellungen. 5,3 Milliarden Euro ihres Jahresumsatzes von zuletzt 11,6 Milliarden Euro erzielte die Otto-Gruppe mittlerweile mit ihren rund 60 Online-Shops. Nach Amazon ist die Otto-Gruppe der zweitgrößte E-Commerce-Händler weltweit.

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