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Vergleichsportale nicht immer am Günstigsten

"Hier check ich alles", heißt es in der Werbung. Doch das könnte ein Fehler sein. Nicht immer nennen Vergleichsportale nämlich den günstigsten Anbieter für Handyverträge oder Strom. Viele führen Verbraucher absichtlich in die Irre.

Ob Handyvertrag mit iPhone, einen Kredit, Strom, Mietwagen oder ein bestimmtes Produkt: Für alles gibt es mittlerweile Vergleichsportale, die alle eines behaupten: Den für einen Verbraucher günstigsten Anbieter zu finden. Doch genau das stimmt oft genug nicht und ruft deshalb das Bundeskartellamt auf den Plan. Die staatliche Behörde soll nämlich für einen fairen Wettbewerb sorgen und strafbare Fälle von beispielsweise illegalen Preisabsprachen zwischen Herstellern untersuchen. Immer wieder geraten auch Internetvergleichsportale in den Fokus der Wettbewerbshüter. "Der Verbraucher kann sich nicht immer darauf verlassen, tatsächlich das für ihn beste Angebot auf einem Vergleichsportal zu finden", zitiert die Nachrichtenagentur dpa den Behördenchef Andreas Mundt.

36 Vergleichsportale hat das Bundeskartellamt genauer untersucht. Man kann sie nicht über einen Kamm scheren, denn viele Vergleichsinformationen seien tatsächlich zutreffend und seriös, heißt es im dpa-Bericht. Aber: Es gibt auch Anlass zur Sorge.

Beispielsweise, wie die Reihenfolge der Ergebnisse in einem Portal dargestellt ist. Die Vergleichsportale erhalten nämlich Entgelte oder Provisionen von den Anbietern und nicht selten entscheidet die Höhe solcher Zahlungen über die dargestellte Reihenfolge.

Wenig Orientierung schafft auch ein anderer Mangel: Geringe Vergleichsbasis. So kritisiert das Bundeskartellamt, dass einige Vergleichsportale zu wenige Anbieter im Vergleich haben und somit deren Datenbanken weniger als die Hälfte der im Markt angebotenen Produkte oder Dienstleistungen analysieren können. Außerdem würden manche Vergleichsportale selber überhaupt keine Datenbanken führen, sondern lediglich die Ergebnisse anderer Vergleichsportale auf ihrer Webseite auflisten.

Was also können Verbraucher tun, um einigermaßen sicher zu sein, doch das günstigste Angebot im Internet gefunden zu haben? Es bleibt wohl nichts anderes übrig, als die Angebote von drei oder mehreren Vergleichsportalen miteinander abzugleichen.

Bildquelle: Alexander Klaus/Pixelio.de

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