Der Klassiker: Betrügerische Microsoft-Anrufe

2018-10-10 10:14:00
 
Der Klassiker: Betrügerische Microsoft-Anrufe
Nur ein vorausschauendes Kreditkartenunternehmen hat einen Mann in Südhessen vor dem Verlust von 2.000 Euro bewahrt. So viel Glück hatte ein 71 Jahre alter Rentner nicht. Er verlor an einen Telefonbetrüger 1.200 Euro, der sich als Mitarbeiter von Microsoft ausgab. Leider kein Einzelfall.

Die Serie von Telefontrickbetrügern, die sich als Mitarbeiter von Microsoft ausgeben, reist nicht ab. Aktuell berichtet die Polizei Südhessen von zwei Betrugsfällen. Ein 71 Jahre alter Mann aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg erhielt Mitte September den Anruf eines in Englisch mit asiatischem Akzent sprechenden angeblichen Microsoft-Support-Mitarbeiters. Durch geschickte Gesprächsführung verleitete der Telefonbetrüger den Rentner dazu, mittels Fernwartungszugriff einen vorgetäuschten Virenbefall auf dem Computer beseitigen zu lassen. Etwas später veranlasste er den Mann zur Zahlung von Gebühren in Höhe von sage und schreibe rund 1.200 Euro.

Auf ähnlich Weise wäre fast ein Senior aus Darmstadt um viel Geld gebracht worden. Auf dessen Computer, so berichtet die Polizei, öffnete sich ein Popup-Fenster mit der Aufforderung, sich zwecks Reparatur seines Rechners telefonisch mit einer Fachfirma in Verbindung zu setzen. Dort forderte man den Darmstädter nach der "Reparatur" auf, seine Kreditkartendaten zu übermitteln. Die Überweisung von rund 2.000 Euro wurde aber glücklicherweise vom Kreditkartenunternehmen im letzten Moment verhindert. Wäre dies nicht geschehen, hätten die Betrüger mit diesen Daten wohl weitere illegale Transaktionen durchgeführt. Glück im Unglück also.

Die Kriminalpolizei in Südhessen warnt aufgrund zahlreicher gleichgelagerter Fälle, bei denen die Betrogenen oftmals um mehrere tausend Euro gebracht wurden, vor den perfiden Telefonbetrügern. Die Anrufer suggerieren ihrem jeweiligen Opfer meist in englischer Sprache mit deutlichem asiatischem Akzent, dass Microsoft einen angeblichen Viren- oder Trojanerbefall auf dem genutzten Computer festgestellt habe. Entsprechende Meldungen, so erläutert der hinterhältige Anrufer dann weiter, seien mehrfach beim Microsoft Support eingegangen und man wolle dem Nutzer nun helfen, diese Infektion zu beseitigen.

Tatsächlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass der oder die Täter bereits zuvor eine Schadsoftware auf dem betroffenen Computer installiert haben und der Nutzer tatsächlich Performance-Probleme mit seinem Rechner hat.

Während des Telefonats wird das Opfer aufgefordert, diverse Einstellungen im Betriebssystem vorzunehmen oder bestimmte Programme zu installieren. Hierbei wird dem Täter ein Fernzugriff auf den Rechner ermöglicht, so dass dieser nun ohne Zutun des Eigentümers den Computer bedienen kann. Sensible Daten können so ausgespäht, zusätzliche Spionageprogramme installiert oder gar auf das Online-Banking oder andere gespeicherte Zahlungsdienste zugegriffen werden. Am Ende lassen sich Hacker den Spionageangriff auch noch gut bezahlen und fordern für die angebliche Serviceleistung einen hohen Geldbetrag, welcher in der Regel mittels Kreditkarte bezahlt wird. In diesem Zusammenhang gelangen die Täter jedoch auch noch an die Kreditkartendaten des Opfers.

Um an das Geld der Betrogenen zu gelangen, geben die Täter alternativ auch vor, dass alle bisherigen Zahlungsversuche gescheitert seien. Man solle daher zur nächsten Tankstelle oder zum nächsten Supermarkt gehen, um Karten mit Guthaben zu kaufen und die darauf befindlichen Codes am Telefon preiszugeben. Die Polizei warnt aus gegebenem Anlass: Grundsätzlich ist anzumerken, dass Microsoft nie unangemeldet oder unaufgefordert Support-Anrufe tätigt oder in Popup-Fenstern zu einem Rückruf auffordert, um Computerprobleme zu beheben. Hier ist immer von einem Betrugsversuch auszugehen.

Man sollte solche Telefonate umgehend beenden und Fremden niemals einen Zugang per Fernwartung zum Computer gewähren. Sollten bereits Änderungen erfolgt sein, sollten Betroffene umgehend die Internetverbindung abstellen und ihren Computer fachkundig auf mögliche Schadsoftware überprüfen lassen. Zahlungen sollten nie vorgenommen werden.

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Bildquelle: Rainer Sturm / Piexelio

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