Milliardenschaden durch Spähskandal

Der NSA-Abhörskandal schadet massiv der US-amerikanischen IT-Industrie. Kunden sind misstrauisch. Verschlüsselungstechnologie aus Deutschland ist gefragt.

Am Ende könnte die USA das Hauptopfer der massiven Spähangriffe seiner eignen Spionagedienste werden. Denn Kunden im Ausland sind durch den Abhörskandal der NSA sehr verunsichert. So sehr, dass sie sich beim Kauf von Technologieprodukten amerikanischer Hersteller zurückhalten. Zuletzt hatte der weltgrößte Netzwerkhersteller Cisco seine schlechten Zahlen damit begründet, dass chinesische Kunden offenbar lieber zu heimischen Produkten von Huawei oder ZTE greifen.

Katerstimmung herrscht auch im Silicon Valley. Die kalifornischen Hightech-Anbieter, insbesondere die Cloud-Provider, spüren eine massive Zurückhaltung ausländischer Kunden. Die Spionageenthüllungen könnten Analysten zufolge zu Einnahmeausfällen in Milliardenhöhe führen. Die Zahlen schwanken zwischen 35 Milliarden und sogar 180 Milliarden Dollar, die den US-Unternehmen in den kommenden Jahren entgehen könnten.

In Deutschland jedenfalls sind vor allem mittelständische Unternehmen gewarnt. Die Diskussion um Datensicherheit und Verschlüsselungstechnologien ist im Gange. Insbesondere Microsoft hat es hierzulande schwer, Kunden für seine Cloud-basierten Office 365-Angebote zu gewinnen. Aber auch andere Softwarehersteller mit Hauptsitz in den USA tun sich mit Cloud-Produkten in Deutschland schwer.

Softwarehersteller, die Verschlüsselungstechnologien anbieten, profitieren dagegen von einer höheren Nachfrage nach ihren Produkten. Kunden des Berliner Sicherheitsunternehmens Steganos wussten schon immer, dass staatliche Behörden zu den größten Datensaugern im Web zählen. Seit 1997 schützen die Privacy-Produkte von Steganos die Privatsphäre von Computerbesitzern. Anders als bei vielen kooperativen US-amerikanischen Internet- und Softwarefirmen gäbe es beim Berliner Unternehmen Steganos keine Backdoors für Geheimdienste, verspricht der Hersteller.

Günstige Verschlüsselungssoftware - unter anderem von Steganos – führt softwarebilliger.de im Programm.

Bildquelle: Steganos

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