Passwort-Nachlässigkeit macht es Hackern leicht

Das Geburtsdatum als Passwort zu nehmen, ist ebenso keine gute Idee wie den Namen der Katze oder Freundin. Doch leider kommt das – zur Freude von Hackern - häufig vor.

Nach wie vor ist menschliches Fehlverhalten das größte Hindernis, wenn es um die Sicherheit im Internet geht. Das Hauptproblem ist seit Jahren bekannt: Nutzer gehen zu sorglos vor, wenn sie für E-Mail-Konten, Onlineshops, Zahlungsdiensten wie Paypal oder in sozialen Netzwerken Passwörter anlegen oder ändern. Zwar ändert mittlerweile jeder zweite Bundesbürger regelmäßig seine Zugangsdaten, viele geben sich bei der Wahl des geheimen Passworts allerdings keine große Mühe, wie eine aktuelle Studie im Auftrag der E-Mail-Dienste GMX und Web.de zeigt.

Besonders beliebt als Passwort ist das eigene Geburtsdatum. So melden sich 11,6 Prozent der Befragten mit ihrem Ehrentag bei einem Dienst im Internet an. Auch real existierende Namen wie der von Haustieren (9,9 Prozent) und Freunden oder Lebenspartnern (4,7 Prozent) werden gerne zum Einloggen verwendet. Beliebt sind auch leicht zu erratende Zahlenreihen wie »123456« (2,4 Prozent) oder Tastenkombinationen wie »qwertz«. Wenig originell ist auch »Passwort«, das von 3,4 Prozent der Nutzer als Zugangscode verwendet wird.

Cyberkriminellen ist das leichtfertige Verhalten der Nutzer bei der Wahl eines Passworts bestens bekannt. Es kursieren nämlich Listen mit rund 140 gängigen Passwörtern, die es Hackern leicht machen, schlecht abgesicherte Online-Konten zu knacken. Ein Viertel aller Deutschen wählen nämlich Passwörter, die auf einer solchen Liste stehen. Da nütze es auch wenig, wenn mittlerweile jeder zweite Deutsche angibt, regelmäßig sein Passwort zu ändern.

Bei der Wahl eines sicheren Zugangscodes raten Experten folgende Kriterien zu beachten:
  • Niemals dasselbe Passwort für mehrere Internet-Dienste nutzen.
  • Mindestens acht Zeichen verwenden und das Passwort monatlich ändern.
  • Ein ideales Passwort steht weder im Duden noch im Lexikon. Es besteht vielmehr aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen wie @ oder $.
  • Programme wie beispielsweise Acrobat Reader oder das Betriebssystem sollten durch Updates stets auf den neuesten Stand gehalten werden.
  • Antiviren-Software sollte auf keinem PC, Tablet oder Smartphone fehlen.
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Bildquelle: Tim Reckmann/Pixelio

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