Zunahmen von Straftaten bei Computerbetrug

2015 weist die polizeiliche Kriminalstatistik einen Anstieg bei Computerberug auf. Es gibt aber auch erfreuliche Tendenzen.

Die Zahl der Straftaten ist laut der polizeilichen Kriminalstatistik 2015 im vergangenen Jahr um insgesamt 4 Protent auf über 6,3 Millionen registrierter Fälle gestiegen. Positiv abheben konnte sich der Straftatbestand Computerkriminalität: Hier sanken die den Ermittlern bekannten Fälle um 5 Prozent auf 70.068 Delikte. Offenbar besser als im Vorjahr konnten die Behörden die Fälle aufklären, denn die Aufklärungsqoute stieg auf 33,8 Prozent. Das heißt: Jede Dritte Straftat im Zusammenhang mit Cpmputerkriminalität konnte der Statistik zufolge aufgeklärt werden. Allerdings dürfte die Dunkelziffer erheblich sein, denn längst nicht jede Privatperson oder jedes Unternehmen bringen Fälle von beispielsweise Verschlüsselungstrojanern zur Anzeige.

Blickt man genauer in die Untzergliederungen von Computerkriminalität, so fällt auf, dass der Computerbetrug (§ 263a StGB) 2015 leicht zugenommen hat. Die Behörden nennen 23.562 Fälle, ein Anstieg von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 2016 ist hier mit einem deutlichen Anstieg zu rechnen, denn die großen Wellen so genannter Kryptotrojaner wie Lock, die in den letzten Monaten große Schäden bei vielen Nutzern angerichtet haben, sind in den Zahlen 2015 nicht enthalten.

Am deutlichsten abgenommen haben Fälle von Datenveränderung und Computersabotage. In der Kriminalstatistik 2015 wird die Zahl mit 3.537 aufgeführt, ein Rückgang von über 37 Prozent. Auch das Aussphähen und Abfangen von Daten ging zurück: von 11.887 Fällen auf 9.629 Delikte im vergangenem Jahr.

Antivirenschutz und Schutz beim Internetsurfen sind immer noch beste Garanten dafür, um Bedrohungen von Cyberkriminellen und Hackern weitgehend zu minimieren. Internet-Security sollte daher auf keinem PC, Smartphone und Tablet fehlen.Antivirus

Bildquelle: obs/AXA Konzern AG

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