Adobe: Zwangsbeglückung per Cloud-Mietmodell

Radikaler Schritt bei Adobe: So bekannte Produkte wie Photoshop und Indesign wird es künftig nicht mehr als Boxprodukt zu kaufen geben.

Wie kein zweiter Softwarehersteller ändert Adobe radikal seine Produktpolitik und stellt den Verkauf seines Boxprodukts Creative Suite ein. So bekannte Programme wie Photoshop oder Indesign wird es bald nicht mehr auf Datenträgern geben. Die aktuelle Version Creative Suite 6 ist damit auch das letzte Produkt, das als Boxversion für einen einmaligen Preis gekauft werden kann. Denn mit der Umstellung des Bezugsmodells auf Cloud-Technologie ändert sich für Adobe-Kunden auch das Preismodell. Künftig werden User der in Creative Cloud unbenannten Produktfamilie monatlich zur Kasse gebeten.

Adobe führt nämlich ein Abo-Modell ein. Je nach Umfang der genutzten Programme fallen unterschiedlich hohe Mietpreise an. Mitglieder der Creative Cloud zahlen für das Komplettpaket CS3 knapp 37 Euro im Monat, alle anderen 61,50 Euro. Einzelne Programme können ebenfalls gemietet werden, Photoshop aus der Cloud kostet im Monat knapp über zwölf Euro. Studenten und Schüler erhalten Vergünstigungen.

Adobes Umstellung vom Kaufen auf Mieten mag gut für den Softwarehersteller sein, weil er dadurch laufende Einnahmen erzielt und kontinuierlich seine Produkte verbessern und neue einführen kann. Doch Kunden dürften auf längere Sicht mehr für die Nutzung der Software zahlen. Ob Anwender einen solchen Weg der Softwarenutzung per Mietmodell mitgehen, ist keinesfalls sicher.

Adobe-Programme Photoshop und Premiere Elements 9 gibt es als günstige Boxversion bei Softwarebilliger.de



Bildquelle: Adobe

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.