3,5 Millionen neue Android–Schaddateien für 2017 erwartet

In den Cybersecurity–Labs der Antivirenhersteller spiegelt sich das dramatische Anwachsen der Hackerbedrohungen wider. Im Fokus steht das weltweit am meisten genutzte mobile Betriebssystem Android von Google. Einmal mehr wird 2017 wieder ein trauriger Rekord erreicht.

Es ist ein Wettlauf mit der Zeit und bei genauerer Betrachtung drängt sich einem das Märchen vom Hasen und Igel auf, die um die Wette laufen. Der Hase, das ist in diesem Fall Google mit seinem mobilen Betriebssystem Android und die vielen Tausend Entwickler von Apps. Was auch immer an Innovationen, neuen Funktionen oder wichtigen Sicherheitsupdates sie schnell auf den Markt bringen: Die Hacker, die vielen, vielen Igel, sind mit ihren Schadcodes schon längst am Ziel. Es ist ein Wettlauf, den der eigentlich Schnellere gegen den vermeintlich Langsameren nie gewinnen kann. Belegt dafür: Auch 2017 wird die Zahl der schädlichen Android–Trojaner und sonstiger Malware einen neuen Rekordwert erreichen. Mit 3,5 Millionen neuen Schaddateien rechnet der IT–Sicherheitshersteller G Data. 2016 zählte das Cybersecurity–Lab der Bochumer noch 3,25 Millionen neue Varianten von Android–Malware

Die Zahlen verwundern nicht. Zwei von drei Bundesbürgern besitzen ein Smartphone mit einem Android–Betriebssystem. Updates erscheinen verzögert oder gar nicht. Hacker sind mittlerweile so dreist, dass sie es schaffen, ihre Spionagesoftware sogar auf neue Geräte vorzuinstallieren, bevor diese von Besitzer in Betrieb genommen werden. Branchenexperten rätseln immer noch, wie so etwas passieren kann.

Die Auswirkungen jedenfalls kann G Data täglich im Echtzeitbetrieb feststellen. Allein im ersten Quartal dieses Jahres entdeckten sie über 750.000 neue Schad–Apps für das beliebte Betriebssystem von Google.

Vor diesem Hintergrund sollte auf keinem Smartphone und Tablet eine Antivirenschutz–Software fehlen. Doch aufgepasst: Man sollte eine solche Software nur auf seriösen Seiten als Downloadvariante kaufen. Denn mittlerweile versuchen Hacken, über falsche Antivirensoftware Nutzer in die Falle zu locken.

Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) warnt, dass die angebotenen Programme häufig überhaupt keine Funktion haben. Sie dienten lediglich dazu, den Nutzer zum Kauf zu bewegen und an die Kreditkartendaten zu gelangen. Zum Teil würden PCs beim Download des "Schutzprogramms" mit Schädlingen infiziert, um sie beispielsweise an ein Bot–Netz anzuschließen, schreibt die Behörde.

Sichere und zuverlässige Antivirenschutz–Software von namhaften Herstellern gibt es im Download–Portal von softwarebilliger.

Bildquelle: G Data

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