45 Milliarden Euro Schaden durch gefälschte Smartphones

Plagiate machen der Handyindustrie schwer zu schaffen. Allein in der EU ist jedes zehnte Smartphone eine Kopie von iPhone & Co. Produktfälschungen haben der Smartphone-Industrie weltweit einen Schaden von schätzungsweise über 45 Milliarden Euro zugefügt. Laut einer Studie des Amts der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) hätten die Hersteller 2015 rund 184 Millionen Handys weniger verkauft, wenn es keine Plagiate gegeben hätte. Die Zahl der weltweit verkauften Originalgeräte lag 2015 bei 1,3 Milliarden.

In der EU wurden in diesem Zeitraum 150 Millionen Smartphones abgesetzt, 14 Millionen waren gefälscht. Der Schaden hier: 4,3 Milliarden Euro. Allein in Deutschland entgingen der Industrie Einnahmen in Höhe von über einer halben Milliarde Euro.

Unrühmlicher Spitzenreiter in Sachen Smartphone-Fälschungen ist Italien. Demnach musste die Industrie hier einen Schaden von fast 900 Millionen einstecken. Verlierer sind in jedem Fall Kunden, die ein Plagiat erwerben. Im Falle einer Reparatur in der Garantiezeit bleiben sie auf den Kosten sitzen. Außerdem können illegitime Smartphones, die meist aus Asien stammen, ab Werk gefährliche Schadsoftware enthalten. Spionagetrojaner senden dann sensible Daten wie Passwörter und Benutzernamen an ausländische Server ? unbemerkt vom Nutzer.
Bildquelle: EUIPO/ITU

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