Alte Android-Versionen machen Hackern das Leben leichter

Erschreckend: 80 Prozent aller Besitzer von Smartphones und Tablets mit Android nutzen ein veraltetes Betriebssystem. Schuld daran sind vor allem die Gerätehersteller.

IT-Sicherheitsexperten empfehlen immer wieder, Anwendungen und Betriebssysteme stets auf dem neuesten Stand zu halten. Denn regelmäßig und zeitnah Updates einzuspielen und die jeweils neusten Versionen von Programmen zu verwenden, erhöht den Schutz vor Hackerangriffen, weil auf diesem Weg bekannte Sicherheitslücken in den Systemen geschlossen werden. Doch zu oft haben Hacker leichtes Spiel, weil die angegriffenen Systeme eben nicht immer aktuell sind.

Wie der Bochumer IT-Sicherheitsspezialist G Data herausgefunden hat, verwenden 80 Prozent der Android-Nutzer ein veraltetes Betriebssystem. Gegenüber den jeweils neusten Versionen sind die vorherigen Generationen von Betriebssystemen anfälliger für Cyberangriffe, da sie bekannte Sicherheitslücken aufweisen. Lediglich rund 20 Prozent haben ein aktuelles Betriebssystem im Einsatz. In der im Oktober 2015 durchgeführten Untersuchung konnte G Data das aktuellste Android 6.0 nicht berücksichtigen, da Google das neuste Betriebssystem erst nach diesem Zeitpunkt zur Verfügung stellte.

Eine grundsätzliche Fahrlässigkeit kann man Nutzern aber nicht zuschreiben, die ihre Mobilgeräte auf veralteten Betriebssystemen betreiben. G Data weist nämlich auf ein strukturelles Problem hin. Hersteller brauchen oft viel zu lange, um Updates auszurollen. Kritische Sicherheitslücken bleiben dann offen und bieten Angriffspunkte für Hacker. Zum anderen werden für ältere Geräte schlicht keine Updates mehr entwickelt.

Umso wichtiger ist der Einsatz von Antivirensoftware und gerade für mobile Geräte.

Bildquelle: Google

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