Android-Schädlinge: Die erste Million ist gerissen

Unrühmlicher Rekord: Die Zahl gefährlicher Apps für mobile Android-Geräte hat die Marke von einer Million überschritten. Hacker ziehen Nutzern unbemerkt Geld aus der Tasche.

Binnen eines Jahres hat sich die Zahl bösartiger Android-Apps fast verdreifacht und liegt jetzt bei einer Million. Es ist ein trauriger Rekord, den der IT-Sicherheitshersteller Trend Micro diese Woche bekannt gab. Er ist darauf zurückzuführen, dass nur wenige Nutzer von Smartphones und Tablets die mobilen Bedrohungen ernst nehmen und ihre Geräte schützen. Wenn erst einmal hohe Telefonrechnungen ins Haus flattern, weil Hacker unbemerkt teure Premium-SMS verschickt haben, ist es leider schon zu spät. Als besonders gefährlich stuft Trend Micro die Schädlinge FAKEBANK und FAKETOKEN ein: Sie versuchen Banktransaktionen vorzunehmen.

Doch nicht nur finanzieller Schaden droht. Viele infizierten Apps sind digitale Schlapphüte und spähen Daten wie Kontakte, E-Mails oder andere Nachrichten aus. Löschen von Daten oder das übermitteln von Aufenthaltsorten sind weiter beliebte Anwendungen der Cyberkriminellen.

Die rasante Verbreitung von Schadcode mittels Android-Apps ist möglich, weil sich Hacker Zugang zu legitimen Apps verschaffen und dort ohne Wissen ihrer Urheber gefährliche Malware einschleusen. Googles lasche Sicherheitsvorkehrungen im App-Store sind leider zahnlos. Ohne entsprechende Sicherheitssoftware auf einem Smartphone oder Tablet können Hacker die so infizierten mobilen Geräte leicht von außen steuern. Nutzer sollten daher wie bei einem PC auch ihre mobilen Computer mit Virenschutz ausstatten.

Günstigen mobilen Schutz für Ihr Smartphone.

Bildquelle: Joachim Kirchner / Pixelio.de

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